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Pressemitteilungen
Zuschussförderung für Komplettsanierungen von heute auf morgen komplett eingestellt
„Investitionen werden de facto unmöglich gemacht“
Die Wohnungswirtschaft vor der Zerreißprobe
DIE WOHNUNGSWIRTSCHAFT ZWISCHEN CO2-KOSTEN, EXPLOSION DER NEBENKOSTEN UND INFLATION
Warme Worte statt warmer Wohnungen
„Neues Energiesicherungsgesetz wälzt komplettes Energie- und Preisrisiko auf Wohnungswirtschaft ab“
Energiesicherungsgesetz
NUR WARME WORTE STATT WARMER WOHNUNGEN „NEUES ENERGIESICHERUNGSGESETZ WÄLZT KOMPLETTES ENERGIE- UND PREISRISIKO AUF WOHNUNGSWIRTSCHAFT AB“
vdw Aktuell 1/2022
vdw Aktuell 1/2022
Energiepreispremse statt Mietpreisbremse
„STATT EINER MIETPREISBREMSE BRAUCHEN WIR DRINGEND EINE ENERGIEPREISBREMSE“: WOHNUNGSWIRTSCHAFT IN SACHSEN KRITISIERT GEPLANTE EINFÜHRUNG DER MIETPREISBREMSE FÜR DRESDEN UND LEIPZIG SCHARF – „DEN MIETERN WIRD SAND IN DIE AUGEN GESTREUT, ANSTATT DIE WIRKLICHEN PROBLEME BEI DEN WOHNKOSTEN ANZUGEHEN“
CO2 Preis - Künstliche Verteuerung aussetzen
CO2-PREIS FÜR VERMIETER UND MIETER: POLITIK BEFEUERT DIE EXPLOSION DER ENERGIEPREISE NOCH WEITER, ANSTATT SIE ZU DÄMPFEN – WOHNUNGSWIRTSCHAFT IN SACHSEN FORDERT BEFRISTETES AUSSETZEN DER ZUSÄTZLICHEN KÜNSTLICHEN VERTEUERUNG
Jahrespressekonferenz 2022
RUHE VOR DEM STURM? – WOHNUNGSWIRTSCHAFT WARNT VOR MASSIVEM EINBRUCH BEI DEN INVESTITIONEN UND FORDERT DRINGEND MEHR VERLÄSSLICHKEIT VON DER POLITIK – DOWNLOAD GRAFIKEN
Jahresstatistik zur Jahrespressekonferenz 2022
Das ist die Jahresstatistik für das Jahr 2021
Daten und Fakten vdw Sachsen 2020
Die Jahresstatistik des vdw Sachsen für das Jahr 2020 hier herunterladen
Bezahlbares Wohnen garantieren und ländlichen Raum stützen
Chancen für den ländlichen Raum
SÄCHSISCHER WOHNUNGSVERBAND FORDERT STÄRKERES BEKENNTNIS ZUM LÄNDLICHEN RAUM
Der vdw Sachsen Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e. V. fordert von der Bundes- wie auch von der Landesregierung ein stärkeres Bekenntnis zum ländlichen Raum. Das unterstrich Verbandsdirektor Rainer Seifert bei seinem aktuellen Besuch bei den Mitgliedsunternehmen des vdw Sachsen in Olbernhau und in Schneeberg. Begleitet und unterstützt wurde er dabei vom Präsidenten des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. GdW, Axel Gedaschko.
Der Wohnungsgipfel im Herbst in Berlin, an dem auch Sachsen beteiligt war, hat durchaus gute Ansätze gebracht, erläutert Rainer Seifert. So wurde in Aussicht gestellt, dass die geplanten 790 Millionen Euro Städtebaufördermittel des Bundes ungefähr zu gleichen Teilen in die Großstädte aber auch in die Kleinstädte und den ländlichen Raum investiert werden, etwa um eine gute Nahversorgung und gute städtische Qualitäten zu schaffen. Zudem soll das Baurecht zwischen den Bundesländern harmonisiert und vereinfacht werden, Erleichterungen im Vergaberecht wurden angekündigt und das bezahlbare Wohnen und Bauen soll künftig generell ein gleichwertiges Ziel zu Energieeffizienz und Klimaschutz sein. „Das sind Ansätze, die allen in der Branche helfen und nur zu begrüßen sind“, erklärt Rainer Seifert. Viele weitere Maßnahmen zielten aber insbesondere auf die Metropolen ab. „Was mir als Signal vom Wohnungsgipfel fehlt, ist ein ebenso klares Bekenntnis zum ländlichen Raum. Eine gleichwertige Behandlung von Metropolen und ländlichen Regionen ist nicht erkennbar.“
Doch gerade auch außerhalb der Metropolen ist nach Ansicht des vdw Sachsen Hilfe nötig. „Wir haben das Glück bzw. die Chance, dass die Menschen weniger wechselhaft sind als die Politik“, berichtet Rainer Seifert. Das beweist auch eine repräsentative Umfrage* in Sachsen, die der Verband in diesem Jahr beauftragt hat.
„Die Menschen kehren – insbesondere auf dem Land und in kleineren Städten – ihrem Zuhause nicht aus bloßen Launen heraus den Rücken, sondern nur, wenn sie die gewünschten Bedingungen, eine funktionierende Infrastruktur und eine schöne bezahlbare Wohnung, nicht mehr vorfinden oder keine Perspektive darauf sehen.“ Im Vergleich zu den Metropolen sind die Wohnungen auf dem Land günstig. Hier sind wir im Gegenteil schon in Dimensionen, wo die Mieten kaum noch wirtschaftlich sind bzw. die notwendigen Sanierungen, Erneuerungen oder Verschönerungen nicht mehr tragen. Dieser Kreislauf ist fatal, die pausenlos sprunghaft steigenden Baupreise inklusive immer knapper werdender Handwerker und anderer Fachkräfte tragen mit dazu bei.
„Insofern zollen wir dem Engagement der Verantwortlichen vor Ort, das wir hier beispielhaft in Olbernhau und in Schneeberg sehen, höchsten Respekt“, erklärt Verbandsdirektor Rainer Seifert. Diese kommunalen Wohnungsunternehmen sind ein entscheidender Faktor, um das Leben vor Ort attraktiv zu gestalten – und zwar auch außerhalb der Wohnung. Die Politik und die Förderung dürfen sich daher nicht nur auf Neubau konzentrieren. Es geht um soziale Gerechtigkeit und politische Stabilität. Eine zu starke Förderung der großen Städte zieht noch mehr Leute aus dem ländlichen Raum ab und verschärft im Umkehrschluss die Situation in den kleineren Städten und auf dem Land. Die vorhandenen Wohnungen sind das Thema auf dem Land und dazu die passenden Rahmenbedingungen im Umfeld, sei es bei den Arbeitsplätzen, beim Verkehr, der Kommunikation, der sozialen und ärztlichen Versorgung oder der Gastronomie und dem Einzelhandel.
* Umfrage der Civey GmbH im Auftrag des vdw Sachsen, Stand 23. Mai, 1824 Teilnehmer