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Bezahlbares Wohnen im Freistaat Sachsen unter Druck
Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft in Sachsen präsentierte die wichtigsten Kennzahlen der Jahresstatistik 2025
Dresden, 28. Mai 2026 Bezahlbares Wohnen ist auch in Sachsen längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft steht vor der Herausforderung, steigende Kosten, Klimaziele, Investitionen und sozial verträgliche Mieten gleichzeitig stemmen zu müssen, erklärten der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (VSWG) und der vdw Sachsen Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e. V. im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz zur Vorstellung der Zahlen der Jahresstatistik 2025.
Erstmals präsentierten beide Verbände ihre wichtigsten Kennzahlen gemeinsam und richteten dabei auch gemeinsame wohnungspolitische Forderungen an Bund und Freistaat Sachsen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die sozial orientierten Wohnungsunternehmen beider Verbände bleiben angespannt, trotz leicht steigender Investitionen und einer vorsichtigen Stabilisierung einzelner Marktsegmente.
Hohe Investitionen – aber kaum Impulse für den Neubau
Die 199 im VSWG organisierten Wohnungsgenossenschaften investierten im Geschäftsjahr 2025 insgesamt 623,4 Millionen Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 12,1 Mio. Euro (2 Prozent) gegenüber 2024 (611,3 Millionen Euro). Der Schwerpunkt lag erneut auf der Instandhaltung (371,5 Mio. Euro) und Modernisierung (209,4 Mio. Euro) der Bestände. Gleichzeitig verharren die Investitionen in den Neubau mit 42,5 Millionen Euro weiterhin auf niedrigem Niveau. Lediglich 176 Wohnungen wurden im Jahr 2025 neu gebaut.
„Die Baupreise steigen zwar langsamer als in den Vorjahren, dennoch führen höhere Investitionen real zu immer geringeren Bauleistungen. Besonders der Neubau bleibt unter den aktuellen Rahmenbedingungen wirtschaftlich kaum darstellbar“, erklärte VSWG-Vorstand Mirjam Philipp.
Die 117 im vdw Sachsen organisierten Wohnungsunternehmen investierten im Geschäftsjahr 2025 insgesamt 703,6 Mio. Euro. Das entspricht einem Anstieg von 68,4 Mio. Euro (knapp 11 Prozent). Gestiegen sind vor allem die Investitionen in die Instandsetzung (297,3 Mio. Euro; Anstieg um 5,7 Mio. Euro) und Modernisierung (284,7 Mio. Euro; Anstieg um 67,9 Mio. Euro), was seine Ursache in einem sehr attraktiven und gut genutzten Förderprogramm hat.
Auch im Neubau gab es auf niedrigem Niveau in 2025 noch einen leichten Anstieg bei den Fertigstellungen (762 Wohnungen zu 719 im Vorjahr), was insbesondere Fertigstellungen bereits begonnener Projekte betrifft. Die Neubau-Investitionen waren aber bereits rückläufig „Wir erwarten in diesen und in den folgenden Jahren einen dramatischen Einbruch im Neubau. Die Prognosen unserer Mitgliedsunternehmen sind sehr düster“, erläuterte vdw-Verbandsdirektor Alexander Müller.
Gleichzeitig rechnen die Verbände weiterhin mit hohen finanziellen Belastungen durch energetische Modernisierung, steigende Baukosten sowie wachsende Anforderungen an Klimaschutz und Dekarbonisierung.
Wohnkosten steigen weiter – Mieten bleiben vergleichsweise moderat
Die durchschnittliche Nettokaltmiete der sächsischen Wohnungsgenossenschaften stieg 2025 auf 5,75 Euro/m2. Trotz der Kostensteigerungen liegt das Mietniveau damit weiterhin deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt.
Die sogenannte „zweite Miete“ entwickelt sich hingegen zunehmend zum Belastungsfaktor. Die warmen Betriebskosten stiegen auf durchschnittlich 1,61 Euro/m2, die kalten Betriebskosten auf 1,56 Euro/m2. Damit entfallen mittlerweile rund 35,5 Prozent der Bruttowarmmiete auf Betriebs- und Heizkosten.
„Gerade bei den Betriebskosten zeigt sich, dass zahlreiche Kostenentwicklungen außerhalb des Einflussbereiches der Vermieter liegen. Gebühren, Energiepreise und regulatorische Anforderungen treiben die Wohnkosten weiter nach oben“, erklärte der VSWG-Vorstand.
Bei den Unternehmen des vdw Sachsen ist die Situation ganz ähnlich. Die Nettokaltmiete stieg im Durchschnitt auf 5,66 Euro/m2. Die warmen Betriebskosten mit 1,61 Euro/m2 und die kalten Betriebskosten mit 1,69 Euro/m2 machen im Durchschnitt 36,8 Prozent der Bruttowarmmiete aus.
„Während unsere Kaltmieten, unsere einzige Einnahmequelle, also weiterhin sehr günstig und weit unterhalb der Inflation gestiegen sind, sind die Betriebskosten der eigentliche Preistreiber mit zunehmend sozialer Sprengkraft“, ergänzte Verbandsdirektor Alexander Müller.
Leerstand bleibt zentrale Herausforderung im ländlichen Raum
Die Leerstandsquote der sächsischen Wohnungsgenossenschaften lag Ende 2025 bei 8,2 Prozent. Insgesamt standen rund 24.000 Wohnungen leer. Während sich die Wohnungsmärkte in Dresden und Leipzig vergleichsweise stabil entwickeln, kämpfen viele ländliche Regionen weiterhin mit strukturellem Leerstand und demografischen Herausforderungen.
Besonders deutlich werden die regionalen Unterschiede zwischen den Großstädten und einzelnen Landkreisen mit zweistelligen Leerstandsquoten. Der Rückgang des Leerstands resultiert dabei vor allem aus Rückbau- und Stilllegungsmaßnahmen.
„Ohne den kontinuierlichen Rückbau wären die Leerstände in vielen Regionen wirtschaftlich nicht mehr beherrschbar. Gleichzeitig fehlen verlässliche Förderprogramme für den Stadtumbau und insbesondere auch für den Teilrückbau“, so Mirjam Philipp.
Das bestätigen auch die Zahlen des vdw Sachsen. Mit durchschnittlich 9,5 Prozent (über 25.300 Wohnungen) ist der Leerstand sogar leicht angestiegen. „Verbunden mit den auf dem Land noch niedrigeren Mieten sind diese Quoten, die dort noch deutlich höher sind, ein existenzieller Faktor“, beschrieb Alexander Müller die Lage.
Rückbau bleibt relevantes Thema
Der Rückbau liegt mit Ausnahme des Jahres 2019 zahlenmäßig über dem Neubau. Auch im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2025 wurden 375 Wohnungen (Vorjahr: 464 Wohnungen) endgültig vom Markt genommen. Die weiterhin hohe Bedeutung des Rückbaus – und damit auch des Teilrückbaus – verdeutlicht vor allem das anhaltende Überangebot an Wohnungen im Freistaat Sachsen. Gleichzeitig zeugen die Zahlen von einem immensen wirtschaftlichen Druck auf die Wohnungsgenossenschaften, der letztlich durch Leerstände verursacht wird.
Beim vdw Sachsen wurden 2025 644 Wohnungen zurückgebaut, 421 mehr als noch 2024. Das unterstreicht die Situation.
Energieeffizienzklassen spiegeln guten energetischen Zustand des Wohnungsbestandes
Im Rahmen der Jahresstatistik erfolgte eine Abfrage zu den Energieeffizienzklassen. Die befragten Wohnungsgenossenschaften wurden gebeten, ihren Bestand in den Kategorien A+ bis H einzuordnen. Der Großteil an Wohnungen entfällt dabei auf die Energieeffizienzklasse B (32,6 Prozent) und C (39,8 Prozent). Weitere 18,2 Prozent gehören zur Energieeffizienzklasse D. Fast drei Prozent der Wohnungen liegen in der Energieeffizienzklasse A oder höher (A+). Die restlichen 5,4 Prozent verteilen sich auf die Energieeffizienzklasse E, F, G und H. Etwas mehr als ein Prozent der Wohnungen konnten bisher keiner Energieeffizienzklasse zugeordnet werden.
„Es zeigt sich, dass über 90 Prozent der Wohnungen der sächsischen Wohnungsgenossenschaften in den Energieeffizienzklassen B, C und D liegen und damit insgesamt für einen vergleichsweise guten energetischen Zustand des Wohnungsbestandes sprechen. Dies wirkt sich insbesondere auch positiv im Hinblick auf die europarechtlichen Anforderungen an die Gebäudebeschaffenheit aus“, fasste Mirjam Philipp zusammen.
Auch die Bestände der vom vdw Sachsen vertretenen Unternehmen spiegeln das wider mit 19,4 Prozent in der Energieeffizienzklasse B, 39,6 Prozent in C und 23,2 Prozent in D. Somit befindet sich über 87 Prozent des Gebäudebestands in den Energieeffizienzklassen A+ bis D. „Unsere Unternehmen haben ihre Hausaufgaben gemacht, noch lange bevor das überhaupt Pflicht wurde. Das zeigt wie verantwortungsvoll sie agieren“, erklärte Alexander Müller
Auswirkungen des Gebäude-Modernisierungsgesetzes auf Vermieter und Mieter
Mit Sorge betrachten VSWG und vdw Sachsen den aktuellen Kabinettsbeschluss des Gebäude-Modernisierungsgesetzes (GModG), das perspektivisch das bisherige Heizungsgesetz ablösen soll. Zwar begrüßen die Verbände grundsätzlich das Ziel, mehr Technologieoffenheit, Praxistauglichkeit und Investitionssicherheit bei der Wärmewende zu schaffen. Gleichzeitig warnen sie jedoch vor zusätzlichen finanziellen Belastungen für Wohnungsunternehmen und Mieter.
Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft steht bereits heute vor enormen Investitionsanforderungen – sowohl im Bereich der energetischen Modernisierung als auch bei der Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. Allein die Umstellung bestehender Heizsysteme, der Ausbau erneuerbarer Energien sowie notwendige Netzinfrastrukturen werden in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen erfordern.
„Die Wärmewende im Gebäudebestand kann nur gelingen, wenn sie wirtschaftlich tragfähig, sozial ausgewogen und langfristig planbar gestaltet wird. Zusätzliche gesetzliche Anforderungen ohne ausreichende Förderung führen zwangsläufig zu steigenden Wohnkosten“, erklärte VSWG-Vorstand Mirjam Philipp.
Besonders kritisch sehen die Verbände die Gefahr, dass steigende Modernisierungs- und Energiekosten künftig stärker auf die Mieter durchschlagen könnten. Bereits heute entfallen rund 35,5 bis 36,8 Prozent der Bruttowarmmiete auf Betriebs- und Heizkosten. Weitere Kostensteigerungen würden insbesondere einkommensschwächere Haushalte zunehmend belasten.
„Die Wohnungsunternehmen benötigen endlich verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen und langfristig angelegte Förderprogramme, um Investitionen in eine klimafreundliche Wärmeversorgung wirtschaftlich umsetzen zu können. Das GModG darf nicht zu neuen Unsicherheiten führen. Entscheidend sind praktikable Übergangsfristen, echte Technologieoffenheit und eine dauerhaft auskömmliche Förderung. Andernfalls droht die Gefahr, dass notwendige Investitionen entweder verschoben werden oder sich die Wohnkosten für viele Mieter weiter erhöhen“, erklärte Verbandsdirektor Alexander Müller.
Gemeinsamer Appell an die Politik
VSWG und vdw Sachsen appellierten gemeinsam an Bund und Freistaat, die sozial orientierte Wohnungswirtschaft stärker zu unterstützen und verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen.
Dazu gehören insbesondere:
- verlässliche und langfristige Förderprogramme,
- wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen für Neubau und Sanierung,
- eine praxisgerechte Umsetzung klimapolitischer Vorgaben,
- eine stärkere Unterstützung beim Stadtumbau und Rückbau sowie
- der Abbau bürokratischer Hürden und zusätzlicher Kostenbelastungen.
„Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft ist ein Stabilitätsanker für den Freistaat Sachsen. Damit bezahlbares Wohnen auch künftig möglich bleibt, braucht es endlich mehr Verlässlichkeit, Planbarkeit und Realitätssinn in der Wohnungspolitik“, erklärten VSWG-Vorstand Mirjam Philipp und Verbandsdirektor Alexander Müller abschließend unisono.
Mitteldeutsche Wohnungsverbände schlagen Alarm: Bezahlbares Wohnen, Klimaziele und soziale Stabilität brauchen endlich realistische Rahmenbedingungen
Leipzig, 11. Mai 2026 – Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen steht unter massivem Druck. Steigende Bau- und Energiekosten, ausbleibende Fördermittel, zunehmende regulatorische Anforderungen, die Anforderungen der Wärmewende sowie ein tiefgreifender demografischer Wandel verschärfen die Herausforderungen für die Wohnungsunternehmen in Mitteldeutschland erheblich.

Im Rahmen ihrer gemeinsamen Pressekonferenz haben die mitteldeutschen Wohnungsverbände deshalb einen eindringlichen Appell an Bund und Länder gerichtet. Ohne realistische politische Rahmenbedingungen, verlässliche Förderprogramme und praktikable Klimaschutzstrategien drohen Investitionen auszubleiben, mit gravierenden Folgen für bezahlbaren Wohnraum, soziale Stabilität und die Erreichung der Klimaziele.
Die sozial orientierten Wohnungsunternehmen in Mitteldeutschland bieten rund zwei Millionen Menschen und damit etwa 24 Prozent der Bevölkerung ein Zuhause. Gleichzeitig liegen ihre Mietsteigerungen weiterhin deutlich unterhalb der allgemeinen Verbraucherpreisentwicklung. Dennoch geraten die Unternehmen zunehmend an wirtschaftliche Grenzen.
Demografischer Wandel verschärft die Herausforderungen
Mitteldeutschland steht vor tiefgreifenden strukturellen Veränderungen. Sinkende Bevölkerungszahlen, Überalterung und Abwanderung junger Menschen verändern die Anforderungen an den Wohnungsbestand grundlegend. Bis zum Jahr 2045 wird in Mitteldeutschland ein Bevölkerungsrückgang von rund 994.000 Menschen erwartet. Damit verbunden könnte der Bedarf an rund 520.000 Wohnungen entfallen.
„Mitteldeutschland steht vor einem tiefgreifenden demografischen Wandel. Die Kombination aus Abwanderung, niedrigen Geburtenzahlen und Überalterung stellt die Wohnungswirtschaft vor besondere Herausforderungen in der nachhaltigen Entwicklung ihrer Wohnungsbestände bei gleichzeitiger Sicherung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit der Wohnungsunternehmen“, erklärt Doreen Mottl, Vorstand und Prüfungsdirektorin des Verbandes der Wohnungsgenossenschaften Sachsen-Anhalt e.V.
Neubau braucht realistische Standards
Gleichzeitig kommt der Neubau zunehmend zum Erliegen. Hauptursachen sind massiv gestiegene Baukosten, hohe Anforderungen und fehlende wirtschaftliche Perspektiven. Die Verbände fordern daher einen grundlegenden Kurswechsel hin zu einfacheren, schnelleren und bezahlbaren Lösungen.
„Mut zum Bauen fällt nicht vom Himmel – es braucht endlich klare und verlässliche Rahmenbedingungen. Der mitteldeutsche Wohnungsmarkt steht massiv unter Druck: explodierende Baukosten und immer engere Investitionsspielräume würgen Bauen und Neubau ab. So kann es nicht weitergehen. Wir brauchen jetzt den politischen Willen zur Kurskorrektur – weg von überzogenen Vorgaben, hin zu praxistauglichen und bezahlbaren Standards“, fordert Mirjam Philipp, Vorstand des Verbandes Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e.V.

Serielles Sanieren als Schlüssel zur Klimaneutralität
Besondere Potenziale sehen die Verbände in der seriellen Sanierung standardisierter Bestände in Ostdeutschland. Gerade die zahlreichen Plattenbauten bieten die Chance, klimafreundliche Lösungen industriell zu entwickeln und in großem Maßstab umzusetzen.
„Serielles Sanieren ist für die ost- und somit auch mitteldeutsche Wohnungswirtschaft der Schlüssel zur Klimaneutralität im Bestand. Gerade unsere standardisierten Plattenbauten bieten die Chance, mit einmal entwickelten Lösungen tausende Wohnungen schnell, wirtschaftlich und klimafreundlich zu modernisieren. Wenn wir diesen Hebel nutzen, wird aus einer Herausforderung ein echter industriepolitischer Durchbruch für bezahlbares Wohnen“, erklärt Alexander Müller, Verbandsdirektor des vdw Sachsen Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e.V.

Praxisbeispiele aus Mitteldeutschland zeigen bereits heute, dass serielle Sanierung technisch umsetzbar und perspektivisch wirtschaftlich tragfähig sein kann. Gleichzeitig warnen die Verbände davor, die Klimaziele mit theoretischen Zielpfaden statt mit praktikablen Lösungen erreichen zu wollen.
Fehlende Fördermittel gefährden Investitionen
Die Wohnungsunternehmen in Mitteldeutschland stehen vor einem zweiten großen Modernisierungszyklus. Nach dem Bau vieler Bestände in DDR-Zeiten und ihrer umfassenden Sanierung in den 1990er-Jahren werden erneut erhebliche Investitionen erforderlich – insbesondere für Dekarbonisierung, altersgerechten Umbau und energetische Modernisierung.
Gleichzeitig fehlen vielerorts die notwendigen Förderkulissen. Besonders kritisch sei die Situation in Sachsen-Anhalt, wo derzeit keine aktiven Wohnraumförderprogramme zur Verfügung stehen.
„Wir haben viel aus eigener Kraft erreicht. Doch demografischer Druck und schwierige politische Rahmenbedingungen setzen klare Grenzen. Wenn wir bezahlbaren Wohnraum sichern wollen, brauchen wir jetzt ein tragfähiges, verlässliches Förderprogramm für die Bestandssanierung in der Wohnungswirtschaft“, fordert Jens Zillmann, Verbandsdirektor des Verbandes der Wohnungswirtschaft Sachsen-Anhalt e.V.
Gemeinsamer Appell an Bund und Länder
Die mitteldeutschen Wohnungsverbände machen deutlich: Ohne verlässliche Rahmenbedingungen, auskömmliche Förderprogramme und eine realistische Regulierung sind die anstehenden Aufgaben kaum zu bewältigen. Es braucht jetzt entschlossenes politisches Handeln und differenzierte Lösungen für den mitteldeutschen Wohnungsmarkt, um bezahlbaren Wohnraum langfristig zu sichern und die Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen. Die Herausforderungen in Mittel- bzw. Ostdeutschland unterscheiden sich grundlegend von den angespannten Wohnungsmärkten der Metropolen wie Berlin, München oder Hamburg. Die Verbände fordern daher konkret:
• realistische und wirtschaftlich tragfähige Klimapfade
• verlässliche und kombinierbare Förderprogramme
• einen gesetzlichen Basiswohnstandard
• schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren
• stärkere Unterstützung für Bestandssanierung und serielles Sanieren
• eine wohnungspolitische Differenzierung zwischen Wachstums- und Schrumpfungsregionen in Deutschland
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Die mitteldeutsche Wohnungswirtschaft ist bereit, Verantwortung zu übernehmen – für bezahlbares Wohnen, für soziale Stabilität und für eine nachhaltige Transformation des Gebäudebestandes. Dafür brauche sie jedoch endlich politische Rahmenbedingungen, die Investitionen ermöglichen statt verhindern.
Download der Präsentation der mitteldeutschen Pressekonferenz
VSWG und vdw Sachsen spenden gemeinsam 4.000 Euro an DESWOS und setzen Zeichen der Solidarität zur Weihnachtszeit
Gerade in der Vorweihnachtszeit rücken Themen wie Solidarität und soziale Verantwortung besonders in den Fokus. Auch in diesem Jahr unterstützen die beiden Verbände der sächsischen Wohnungswirtschaft – der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (VSWG) und der vdw Sachsen Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e. V. (vdw Sachsen) – die DESWOS Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen e. V. mit jeweils 2.000 Euro. Dies ist ein zusätzlicher Beitrag und zugleich ein wichtiges Signal zu dem, was viele der Mitgliedsunternehmen beider Verbände mit ihrem regelmäßigen Beitrag selbstverständlich bereits seit vielen Jahren leisten. Mit der gemeinsamen Spende von insgesamt 4.000 Euro möchten die Verbände der sozial orientierten Wohnungswirtschaft notleidenden Familien in Asien, Afrika und Lateinamerika die Chance auf ein sicheres Zuhause und eine bessere Zukunft geben.
„Wir möchten den Menschen in Not ein Zuhause geben und mit unserer Spende ein Zeichen der Hoffnung setzen. Die Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort ist heute aktueller denn je“, erklären Mirjam Philipp, Vorstand vom VSWG sowie Alexander Müller, Verbandsdirektor des vdw Sachsen.
Die DESWOS engagiert sich seit über fünf Jahrzehnten weltweit für menschenwürdige Wohn- und Lebensbedingungen. Mit Projekten zum Bau von Wohnraum, zur Aus- und Weiterbildung sowie zur Förderung nachhaltiger Lebensperspektiven leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung und zur Sicherung von Lebensqualität. Zahlreiche sächsische Wohnungsgenossen-schaften und Wohnungsgesellschaften unterstützen die DESWOS seit vielen Jahren – selbstverständlich und unaufgeregt durch ihre Mitgliedschaft. Ihnen gilt an dieser Stelle ein ausdrückliches Dankeschön.
„Gerade in Zeiten globaler Krisen und wachsender Unsicherheiten ist Solidarität über Grenzen hinweg unverändert wichtig. Mit unserer Unterstützung wollen wir Verantwortung übernehmen und zeigen, dass auch kleine Beiträge Großes bewirken können“, betonen die beiden Verbände.
Wenn auch Sie den Menschen in Not zu einer menschenwürdigen Unterkunft verhelfen möchten, spenden Sie bitte. Es zählt jeder Euro. Bitte geben Sie bei einer Spende über 200 Euro auch Ihre Anschrift an, damit DESWOS Ihnen im Nachgang eine Spendenbescheinigung übermitteln kann.
DESWOS e.V.
Spendenkonto IBAN DE87 3705 0198 0006 6022 21
Sparkasse KölnBonn SWIFT-BIC COLSDE33
Spendenstichwort: DEWOS Projekthilfe
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Alexander Müller
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