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Halbleiterboom braucht Wohnraumstrategie

25. Juni 2026

Im Mittelpunkt der Informationsveranstaltung “Hightech braucht Zuhause” von vdw Sachsen und VSWG  am 24. Juni 2026 im Flughafen Dresden stand eine Frage, die für die Zukunft des Halbleiterstandortes Sachsen entscheidend ist: Wie gelingt es, die wirtschaftliche Dynamik der Halbleiteransiedlungen mit einer tragfähigen, bezahlbaren und bedarfsgerechten Wohnraumversorgung zu verbinden?

Die Ansiedlungen und Erweiterungen der Halbleiterindustrie im Dresdner Norden sind eine große Chance für Sachsen. Gleichzeitig zeigen die vorgestellten Szenarien, dass mit 7.000 bis 15.000 zusätzlichen Zuziehenden zu rechnen ist. Rund 70 Prozent davon würden voraussichtlich in Dresden wohnen. Dadurch entsteht allein in der Landeshauptstadt Bedarf für bis zu 3.000 bis 5.000 zusätzliche Haushalte.

Die Veranstaltung hat deutlich gemacht: Die Herausforderungen sind bekannt. Jetzt kommt es darauf an, frühzeitig und gemeinsam zu handeln. Wer Fachkräfte gewinnen möchte, muss auch an Wohnraum und Mobilität denken. Menschen entscheiden sich nicht nur für einen Arbeitsplatz, sondern für ein Umfeld, in dem sie gut leben können – mit bezahlbaren Wohnungen, einer guten Infrastruktur, kurzen Wegen und attraktiven Angeboten für Familien.

Deshalb werben der vdw Sachsen und VSWG für eine frühzeitige und verbindliche Zusammenarbeit von Industrie, Kommunen, Region, Freistaat und Wohnungswirtschaft. Nur wenn alle Beteiligten gemeinsam planen und handeln, kann Sachsen das Potenzial des Halbleiterbooms langfristig und sozial ausgewogen nutzen.

Der vdw Sachsen und der VSWG sind bereit, ihren Beitrag dazu zu leisten. Konkrete Lösungsansätze liegen auf dem Tisch: von langfristigen Vermietungsvereinbarungen und Belegungsmodellen über die Modernisierung bestehender Bestände bis hin zu abgestimmten Mobilitätskonzepten und einer stärkeren Einbindung der Wohnraumpotenziale im Dresdner Umland.

Jetzt gilt es, Wirtschaft, Wohnen und Mobilität gemeinsam zu denken. Denn der Erfolg der Halbleiteransiedlungen wird sich nicht nur an Investitionssummen und Arbeitsplätzen messen lassen, sondern auch daran, ob Menschen in der Region ein passendes Zuhause finden.

Vielen Dank an alle Referenten und Teilnehmer für den fachlichen und konstruktiven Austausch.

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