Besuch bei unserem neuestem Mitgliedsunternehmen, der Brandiser Wohnstättengesellschaft mbH. Hier, nur etwa 20 Kilometer von Leipzig entfernt, finden Jung und Alt in den 350 teils fremdverwalteten Wohnungen ein wunderbares und passendes Zuhause. Hier gibt es alles was man braucht – von guter Verkehrsanbindung, über Einkaufsmöglichkeiten bis hin zu Ärzten und Dienstleistern. Das Objekt vor dem wir stehen wurde mit dem tollen sächsischen Förderprogramm preisgünstiger Mietwohnraum (FRL pMW) umfassend saniert.
Mehr bekannt als Brandis ist vielen vielleicht die Geschäftsführung des Wohnungsunternehmens (Jörg Keim, Uwe Rasch, Jörg Böttger). Das ist kein Zufall. Die Wohnstättengesellschaft ist seit 2021 ein Tochterunternehmen der Leipziger Wohnungsbau-Genossenschaft (WBG) Kontakt e.G. WBG Kontakt eG, welche über 30.000 Menschen in Leipzig, Böhlen, Zwenkau und Hartha ein Zuhause gibt.
Das ist für Brandis und für uns als Verband gleich ein mehrfacher Gewinn. Die WBG Kontakt ist als Genossenschaft ein Garant für eine soziale Wohnungswirtschaft mit der Nähe zu den Menschen wie auch zur Kommune und einer positiven Stadtentwicklung. Als Verband begrüßen wir sehr, dass wir damit nicht nur ein neues Mitgliedsunternehmen begrüßen dürfen, sondern künftig auch in unserem Netzwerk auf die Expertise und Kompetenz einer der größten Wohnungsgenossenschaften Sachsens setzen dürfen.
Herzlich willkommen und Dankeschön! Wir freuen uns auf die Zukunft und die Zusammenarbeit, nicht nur hier in Brandis.
Wie können digitale Heizungssteuerung, Smart-Home-Lösungen und innovative Wärmekonzepte dazu beitragen, Wohnungsbestände effizienter und zukunftsfähiger zu gestalten?
Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich die Tagung „Smarte Wohnungswirtschaft“ am 17. und 18. November 2026 im Dorint Hotel Esplanade Jena. Veranstaltet wird die Tagung vom Verband Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e. V. (vtw) gemeinsam mit der jenawohnen GmbH.
Im Mittelpunkt stehen praktische Erfahrungen aus der Wohnungswirtschaft. Thematisiert werden unter anderem die Wirtschaftlichkeit von Effizienzmaßnahmen, die interne Kommunikation bei Digitalisierungsprojekten, die Kommunikation mit Mietenden zur Wärmesteuerung sowie langjährige Erfahrungen mit Smart-Home-Anwendungen. Weitere Fachbeiträge widmen sich innovativen Wärmekonzepten für Typengebäude, der digitalen Heizungssteuerung im Wohnalltag und der Frage, wie Gebäude mit vergleichsweise geringen Investitionen niedertemperaturfähig gemacht werden können.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, welche technischen Lösungen sich in der Praxis bereits bewährt haben, welche Einsparungen realistisch erreichbar sind und welche Kosten damit verbunden sind. Denn neben der Technik spielen auch die Akzeptanz und Einbindung der Mitarbeitenden sowie der Mieterinnen und Mieter eine entscheidende Rolle für den Erfolg entsprechender Projekte.
Abgerundet wird die Veranstaltung durch Workshops, eine begleitende Ausstellung, Möglichkeiten zum fachlichen Austausch sowie die Besichtigung des Salvador-Allende-Platzes und des Smarten Quartiers in Jena-Lobeda.
Termin: 17./18. November 2026
Ort: Dorint Hotel Esplanade Jena, Carl-Zeiss-Platz 4, 07743 Jena
Anmeldeschluss: 30. Oktober 2026
Teilnahmegebühr: 450 Euro für vtw-Mitglieder, 550 Euro für GdW-Mitglieder und 650 Euro für Nicht-Mitglieder, jeweils inklusive Verpflegung.
Anmeldung unter: Tagung Smarte Wohnungswirtschaft – vtw
Flyer_Jena-Tagung_Smart-Wohnen
BGH: Fehlende Vergleichsangebote allein begründen keinen Verstoß gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot
Mit Urteil vom 20.05.2026 (Az: VIII ZR 6/24) lehnte der BGH einen Einwand eines Mieters gegen eine Betriebskostenabrechnung wegen Verstoßes gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot ab.
Dieses verpflichtet den Vermieter, bei Entscheidungen mit Einfluss auf die Betriebskosten auf ein angemessenes Kosten-Nutzen-Verhältnis zu achten.
Aber das Wirtschaftlichkeitsgebot ist nicht schon deshalb verletzt, wenn der Vermieter vor der Beauftragung keine Vergleichsangebote eingeholt oder sich keinen ausreichenden Marktüberblick verschafft hat.
Vielmehr ist entscheidend, ob die Leistungen zu nicht marktgerechten, objektiv überhöhten Preisen beauftragt wurden und das Einholen von Vergleichsangeboten tatsächlich zu einer Kosteneinsparung geführt hätte.
Die Darlegungs- und Beweislast für eine Verletzung des Wirtschaftlichkeitsgebots trägt grundsätzlich der Mieter; der Vermieter unterliegt regelmäßig keiner sekundären Darlegungslast.
Dies gilt auch bei einem umfangreichen Vertrag zum technischen Gebäudemanagement, sofern der Mieter durch die Belegeinsicht die übertragenen Leistungen und die hierfür vereinbarten Preise feststellen kann.
Erst wenn eine objektiv unwirtschaftliche Beauftragung feststeht, ist im Rahmen der Entlastung nach § 280 Abs. 1 Satz 2 BGB von Bedeutung, ob und mit welchem Ergebnis der Vermieter Vergleichsangebote eingeholt hat.
LG Berlin II: kein Rückzahlungsanspruch bei fehlerhaft berechneter Dezemberhilfe
Das Landgericht Berlin hat mit Urteil vom 30.06.2026 (Az: 83 O 75/25) über den Fall der fehlerhaft berechneten Dezemberhilfe entschieden.
Im Fall wurden die Vermieter, deren Gebäude an die Fernwärme der BEW (früher Vattenfall) angeschlossen waren, aufgefordert, die zuviel an die Mieter ausgekehrte Dezemberhilfe 2022 wieder an BEW zurückzuzahlen.
Die Überzahlung war das Ergebnis der Nachprüfung durch die Prüfbehörde, denn Vattenfall hatte falsche Grunddaten zugrunde gelegt. Der Bund wollte knapp EURO 14 Mio. zurück, die Vattenfall damals auch zahlte und die sich Vattenfall-Nachfolger BEW von den Vermietern zurückholen wollte.
Der Verband hatte damals bereits die Auffassung vertreten, dass dieser Rückzahlungsanspruch nicht bestand.
Das Landgericht hat sich in seiner Entscheidung dieser Auffassung angeschlossen.
Der Versuch der BEW, die Belastung aus der unzutreffenden Berechnung der EWSG-Soforthilfe auf seine vermietenden Kunden und deren Mieter abzuladen, wurde als rechts- und treuwidrig bewertet.
Aus Sicht des Landgerichts hätten entweder der Bund oder aber – wenn es ein Fehler von BEW war – diese das Ausfallrisiko tragen müssen.
Auch der erklärte Vorbehalt in der Abrechnung von Vattenfall (BEW) hilft nicht weiter, Ausfallrisiko konnte so nicht auf Vermieter übertragen werden. Die Vermieter ihrerseits waren gesetzlich zur Weiterleitung der berechneten Beträge verpflichtet.
Es ist wahrscheinlich, dass BEW oder der Bund als Streithelfer in die Berufung gehen.
AG München: Kurzzeitige und angekündigte Drohnenvermessung zulässig
Mit Beschluss vom 05.01.2026 (Az: 222 C 2/26) hat das Amtsgericht München einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung für die Unterlassung der Erstellung von Bild- oder Videodaten mittels Drohnenbefliegung einer Wohnanlage abgelehnt.
Es bestand kein Unterlassungsanspruch aus §§ 823 Abs. 1, 1004 BGB analog, weil die geplanten Aufnahmen keinen rechtswidrigen Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht darstellten.
Eine solche Maßnahme wäre rechtwidrig, wenn bei der Abwägung der betroffenen Persönlichkeitsinteressen mit den schutzwürdigen Belangen des Drohnenbetreibers, die Interessen der Mieter überwiegen würden.
Für den Drohneneinsatz sprach, dass das Dachaufmaß ohne risikoreiche Dachbegehung ermöglicht wurde und die Befliegung lediglich wenige Minuten dauern sollte.
Durch die vorherige Ankündigung des Befliegungstags konnten die Bewohner Maßnahmen ergreifen, um Aufnahmen aus dem Inneren ihrer Wohnungen auszuschließen.
Das Einrüsten und Begehen des Gebäudes hätte zu einer deutlich länger dauernden und intensiveren Beeinträchtigung geführt; die Drohnenbefliegung stellte daher das mildere Mittel dar.
Die Datenverarbeitung war nach Art. 6 Abs. 1 Buchst. f DSGVO rechtmäßig; Unterlassungsansprüche aus Art. 17 und 21 DSGVO bestanden nicht.
OLG Oldenburg: Keine Haftung nach Brand eines E-Bike-Akku
Mit einem Hinweisbeschluss vom 12.03.2026 (Az: 9 U 8/26)
hat das Oberlandesgericht die Haftung eines Mieters gegenüber dem Gebäudeeigentümer für einen Schaden am Gebäude verneint, der durch das In-Brand-Geraten eines beschädigten, aber äußerlich unversehrten Fahrrad-Akkus entstanden war.
Im Fall geriet 2 Monate nach einem leichten Sturz der Akku eines im Carport abgestellten E-Bikes in Brand. Das Fahrrad und der Akku waren äußerlich unbeschädigt und zwischenzeitlich ohne Auffälligkeiten weiter benutzt worden.
Für den Ausgleichsanspruch des Gebäudeversicherers gegen den Haftpflichtversicherer des Mieters gelten dieselben Beweislastgrundsätze wie für Ansprüche des Vermieters gegen den Mieter.
Steht fest, dass die Schadensursache allein aus dem Obhuts- und Gefahrenbereich des Mieters stammt, muss dieser sich sowohl hinsichtlich einer objektiven Pflichtverletzung als auch hinsichtlich seines Verschuldens entlasten.
Das Abstellen des E-Bikes an der Hauswand eröffnete zwar eine abstrakte Gefahrenquelle; haftungsbegründend wird eine Gefahr aber erst, wenn eine Verletzung fremder Rechtsgüter naheliegt.
Nach einem leichten Sturz besteht keine Pflicht zur fachmännischen Überprüfung des Akkus, wenn das E-Bike äußerlich unbeschädigt und fahrtüchtig bleibt; weder eine gesetzliche Wartungspflicht noch eine entsprechende Empfehlung des Herstellers bestanden.
Auch durfte der Mieter nach zweimonatiger Weiterbenutzung ohne Auffälligkeiten darauf vertrauen, dass von dem E-Bike keine Brandgefahr ausging; ein schuldhafter Sorgfaltsverstoß lag nicht vor.
Die Kommission Infrastruktur, Bau und Innovation der Jungen Union Deutschlands tagte am 7. und 8. August in Leipzig, hier deren Vorsitzenden Stefanie Franzl, die auch den sächsischen Landesverband führt, und Julian Herrmann aus Hamburg.
Mit den Vertretern der Kommission, welche aus dem gesamten Bundesgebiet stammen, hat Verbandsdirektor Alexander Müller über die die aktuelle Situation im Wohnungsbau, den Spagat zwischen Wohnungsknappheit und Leerstand in Sachsen, die politischen Rahmenbedingungen sowie Innovationen im Bereich der Wohnungs- und Bauwirtschaft gesprochen.
Vielen Dank für die Einladung und den konstruktiven Austausch. Wir freuen uns über die Fortsetzung dieses Dialogs.
Auch dieses Jahr führt die Sommertour von GdW-Präsident Axel Gedaschko wieder nach Sachsen. Gemeinsam mit Alexander Müller und Mirjam Philipp besuchte er dort verschiedene Wohnungsunternehmen, um sich vor Ort über aktuelle Projekte, Herausforderungen und innovative Lösungen auszutauschen. Erster Halt war Pirna. Dort zeigten zwei Wohnungsunternehmen, wie die Zukunft des Wohnens konkret aussehen kann – mit innovativen Ideen, Investitionen und einem klaren Fokus auf bezahlbares Wohnen. Bei unserem Mitgliedsunternehmen, der Städtischen Wohnungsgesellschaft Pirna, stand die umfassende Modernisierung der Remscheider Straße im Fokus. Durch energetische Sanierung, intelligente Grundrissanpassungen und mehr Barrierefreiheit entstehen hier attraktive Wohnungen, die den heutigen Wohnbedürfnissen gerecht werden. Der Umbau erfolgt im bewohnten Zustand. Die Wohnungsgenossenschaft „Sächsische Schweiz“ setzt beim Neubau konsequent auf innovative Wärmekonzepte. Wärmepumpen, Photovoltaik und datengestützte Lösungen zeigen, wie sich Klimaschutz und bezahlbare Betriebskosten vereinbaren lassen.
Die beiden Dresdner Stationen der Sommertour bei der kommunalen WiD Wohnen in Dresden GmbH & Co. KG und der Wohnungsgenossenschaft „Glückauf“ Süd Dresden zeigten, wie unterschiedlich die Voraussetzungen für den Wohnungsbau sein können. Die WiD war 2017 als kommunale Gesellschaft gestartet, verfügte jedoch über keine eigenen Grundstücke, Beschäftigte oder Wohnungsbestand. Inzwischen verfügt sie über rund 2.300 Wohnungen. Der Neubau in der Schönaer Straße umfasst 28 vollständig geförderte Wohnungen für Haushalte mit Wohnberechtigungsschein. Das Projekt verbindet bezahlbares Wohnen mit niedrigen Betriebskosten und moderner Gebäudetechnik: Es erfüllt den KfW-55-EE-Standard, verfügt über eine Regenwasserversickerung, eine digitale und vandalismussichere Zutrittstechnik sowie eine intelligent gesteuerte Fernwärmeversorgung. Deutlich wurde aber auch: Der Bau von Sozialwohnungen allein reicht nicht aus. Eine vielfältige Mieterschaft erfordert eine intensive soziale Betreuung und Verwaltung. Letzter Termin an diesem Tag war ein Neubau der Wohnungsgenossenschaft „Glückauf“ Süd Dresden eG in der Döbraer Straße. Nach einer rund 15-jährigen Planungsgeschichte wurde das Projekt im dritten Anlauf realisiert: Es umfasst 49 Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern, Fußbodenheizung, weitgehend barrierearmen Grundrissen und einer vollständig für Elektromobilität vorbereiteten Tiefgarage. Beide Projekte zeigen auf unterschiedliche Weise, was möglich ist, wenn kommunale und genossenschaftliche Wohnungsunternehmen langfristig denken, Verantwortung übernehmen und trotz schwieriger Rahmenbedingungen neuen Wohnraum schaffen.
Am zweiten Tag der Sommertour in Dresden drehte sich alles um den Austausch über zukunftsfähiges Bauen und den Umgang mit dem Bestand. Gemeinsam mit Alexander Pötzsch, dem Präsidenten des BDA, wurde über den Gebäudetyp E sowie die Frage diskutiert, wie bezahlbares, hochwertiges und ansprechendes Bauen gelingen kann. Einigkeit bestand darin, dass ein Mentalitätswechsel nötig ist: weg von immer höheren Anforderungen, hin zu klaren Mindeststandards für gutes Wohnen. Zum Abschluss gab Jonas Malzahn, Co-Kurator des Stadtmuseum Dresden, Einblicke in die Entstehung der Ausstellung „Platte Ost/West“ und führte durch die Schau. Die Ausstellung räumt mit der Annahme auf, die Platte sei ein rein ostdeutsches Phänomen, und zeigt die vielfältigen Geschichten hinter der Großtafelbauweise. Zugleich richtet die Ausstellung den Blick nach vorn: Welche Potenziale bieten die Gebäude und Quartiere heute? Was lässt sich aus der Platte für die Zukunft entwickeln? Die Gespräche und Eindrücke zeigen: Ob Neubau oder Bestand – die Zukunft des Wohnens entsteht dort, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und gemeinsam nach Lösungen gesucht wird.
Die Sozialarbeit hat in der Wohnungswirtschaft einen zentralen Mehrwert für die Wohnungsunternehmen und deren Mieter. Sozialmanagement fördert das untereinander in der Nachbarschaft und unterstützt Mieter in schwierigen Lebenslagen. Dadurch werden letztendlich auch lebendige und lebenswerte Wohnquartire geschaffen.
Mit dem Thementag wollen wir mit praxisnahen Beispielen zeigen, wie Wohnungsunternehmen mit guter Sozia- und Quartiersarbeit das Miteinander fördern und die Mieterschaft unterstützen kann. Denn letztendlich ist ein lebenswertes Quartier Garant für zufriedene Mieter, die lange bleiben.
Neue Wohnformen und soziale Dienstleistungen im Quartier
Neue Wohnformen sind notwendig, um für die Veränderungen in unserer Gesellschaft Lösungen anbieten zu können. Nicht nur der Demografische Wandel erfordert ein Umdenken in den Wohnkonzepten und der sozialen Dienstleistung vor Ort, sondern auch ein neues Gemeinschaftsgefühl, um der Anonymität und der Vereinsamung im Alter entgegenzuwirken. Dieser Themenblock befasst sich mit den Gründen für das Schaffen neuer Wohnformen und zeigt an Praxisbeispielen die wichtige Rolle von sozialen Dienstleistungen im Quartier.
Zukunftsfähige Stadt- und Quartiersplanung
Wie kann eine Immobilie ganz neu gedacht werden? Wie erstellt man ein Nachnutzungskonzept und was ist dabei zu beachten. Dieser Themenblock beleuchtet zum einen die Herausforderungen in der Entwicklung einer nachhaltigen Strategie für ein Immobilienportfolio und zeigt an konkreten Beispielen die praktische Umsetzung vor Ort.
Praxisbeispiele für Soziales Engagement und lebendige Quartiere
Ob Ruhebereiche für die Erwachsenen oder Spielplätze für die Kleinen, ob Workshops für das eigenverantwortliche und selbstständige Leben in den ersten eigenen vier Wänden oder die Unterstützung bei der Integration ins Quartier. Der dritte Themenblock zeigt, was die Wohnungswirtschaft in Sachsen schon umsetzt und wie aus einer kleinen Idee zusammen mit den Mietern neue Wohn- und Lebensqualität entstehen kann.
Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier.
Am 27. Juli war die Landtagsabgeordnete Ina Klemm zu Gast in unserer Geschäftsstelle. Wir haben uns offen über die aktuellen Herausforderungen in Sachsen ausgetauscht.
Ina Klemm ist Sprecherin der CDU Fraktion des Sächsischen Landtages für Energiepolitik und Klimaschutz sowie für Regionalvermarktung. Darüber hinaus engagiert sie sich kommunalpolitisch in Limbach-Oberfrohna, für ihre Heimat-Region und auf europäischer Ebene.
Auch wenn sie nicht unmittelbar mit Wohnungspolitik befasst ist, sind die Schnittmengen groß. Die Energie und Klimapolitik beeinflusst Kosten, Investitionen und die Möglichkeiten unserer Wohnungsunternehmen, auch künftig bezahlbaren Wohnraum anzubieten. Dafür brauchen wir Lösungen, die ökologisch sinnvoll, wirtschaftlich umsetzbar und sozial verantwortbar sind.
Ebenso wichtig ist die erfolgreiche Vermarktung unserer sächsischen Regionen. Außerhalb der Metropolen kämpfen viele Wohnungsunternehmen vor allem mit Leerstand und den Folgen des demografischen Wandels. Umso wichtiger ist es, die Stärken und Perspektiven dieser Regionen sichtbar zu machen und gute Rahmenbedingungen für das Leben vor Ort zu schaffen.
Auch bei sozialen Themen gibt es Berührungspunkte. Bei Veranstaltungen zu den Anliegen Alleinerziehender und wohnungsloser Menschen sind wir uns bereits begegnet. Es war deshalb nicht unser erstes Gespräch und soll auch nicht unser letztes gewesen sein.
Wir wollen den Kontakt aufrechterhalten und weiter ausbauen, insbesondere auch mit Blick auf die die Perspektiven der ländlichen Regionen.
Herzlichen Dank an Ina Klemm für den konstruktiven Austausch und das angenehme Gespräch.
Am 27. Juli kam Jessica Seja zu Besuch nach Dresden. Sie hat zum 1. Juni 2026 die Funktion der Verbandsdirektorin des VdWg Verband der Wohnungsgenossenschaften Sachsen-Anhalt e.V. übernommen.
Im Mittelpunkt unseres Austauschs stand die Fortsetzung der bewährten und vertrauensvollen Zusammenarbeit der organisierten Wohnungswirtschaft in Mitteldeutschland. Die enge Kooperation zwischen den Verbänden in Sachsen und Sachsen-Anhalt schafft wertvolle Synergien, bündelt Erfahrungen und stärkt die Interessen der sozial orientierten Wohnungswirtschaft in Mitteldeutschland. Diesen erfolgreichen Weg wollen wir gemeinsam fortsetzen und den fachlichen Austausch weiter intensivieren.
Wir wünschen Jessica Seja für ihre neue Aufgabe viel Erfolg und freuen uns auf die weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Ein digitales Heizungsmonitoring mit anschließender Anlagenoptimierung kann für viele Wohnungsunternehmen der erste Schritt im Transformationsprozess zu einem klimaneutralen Gebäudebestand sein. Kaum eine andere Effizienzmaßnahme vereint eine so große Vielzahl an mieterseitigen und vermieterseitigen Mehrwerten zu ähnlich geringen Kosten. Neben einer Reduktion des Energieverbrauchs um bis zu 20 % können Wartungs- und Reparaturkosten der Heizungsanlage gesenkt und Daten für zukünftige Sanierungsmaßnahmen gesammelt werden. Doch für eine Umsetzung müssen wichtige Fragen geklärt werden:
· Wie bereiten wir unser Personal bestmöglich auf die Implementierung vor?
· Welche Kosten können auf die Mietenden umgelegt werden?
· Welche regulatorischen Anforderungen bestehen?
Am 27.10. möchte das KEDi diese Fragen im Rahmen eines ganztägigen Workshops „Digitaler Heizungskeller: Effizienz steigern, Kosten senken“ in Zusammenarbeit mit dem vdw Sachsen beantworten. Der Vormittag soll dazu dienen, ein Grundverständnis zum Thema aufzubauen und über Praxiseinblicke zu verstehen, wie ein digitales Heizungsmonitoring in die energetische Sanierung eines Gebäudes eingebettet werden kann. Am Nachmittag zeigt ein interaktives Planspiel, wie mithilfe von innovativen Geschäftsmodellen der passende Anbieter für die Maßnahmenumsetzung gefunden werden kann.
Ist Ihr Interesse geweckt? Dann melden Sie sich gerne über den folgenden Link an.
Link zur Veranstaltung: Workshop “Digitaler Heizungskeller: Effizienz steigern, Kosten senken”
Beim vdw-Frühstück verbinden wir fachlichen Input mit praktischem Austausch.
Anmeldung dierekt unter:
Social Media ist für Unternehmen ein wichtiger Erfolgsfaktor, stellt sie aber gleichzeitig auch vor große Herausforderungen. Welche Kanäle nutze ich wofür? Brauche ich eine Agentur oder können wir das im Unternehmen selbst schaffen? Welche Vorteile bietet Social Media im Vergleich zur klassischen Printwerbung?
Um sich in dieser dynamischen Online-Welt zurechtzufinden, sind Erfahrung und der Austausch mit anderen Social-Media-Nutzern aus der Branche wichtig. Diesen Austausch möchten wir mit unserem vdw-Frühstück fördern.
Beginnen werden wir mit einem Impulsvortrag der lwb Leipzig „Mehr als Likes: Social Media erfolgreich steuern und auswerten“
Andere Schwerpunkte liegen auf
1) Status quo: was ist der aktuelle Stand / wie wird Social Media derzeit schon in Ihrem Unternehmen genutzt
2) Erfolgskontrolle: welcher Post macht Sinn und was sagen die Zahlen dahinter überhaupt aus?
3) Tools: zur schnellen und einfachen Erstellung eines Social Media Posts
Nach dem Impulsvortrag bleibt genügend Zeit, um Kontakte zu knüpfen und zu diskutieren. In entspannter Atmosphäre steht der Austausch über die individuellen Herausforderungen aus dem täglichen Berufsalltag im Vordergrund. Das Frühstück bietet die Möglichkeit, mit anderen Fachkollegen ins Gespräch zu kommen und über Probleme, aber auch Lösungen zu diskutieren.
Das vdw-Frühstück lebt von den Themen, über die Sie sich austauschen möchten. Gerne können Sie uns diese mit der Anmeldung oder per E-Mail an bildung@vdw-sachsen.de übermitteln. Wir werden sie dann vor der Veranstaltung an alle Teilnehmer verteilen.
Es gibt Begriffe, die erst dann ihre ganze Bedeutung zeigen, wenn der Alltag sie prüft. Handlungsfähigkeit ist so ein Begriff. Sie entscheidet sich nicht in Grundsatzpapieren, sondern vor Ort. Im Quartier, bei der Nahversorgung, in der Arztpraxis, auf dem Spielplatz oder in der Frage, ob eine Kommune noch gestalten kann oder nur noch verwaltet. Deshalb ist Wohnen heute mehr als eine Branchenfrage. Wohnen ist Daseinsvorsorge. Und Daseinsvorsorge ist Vertrauensarbeit.
Unsere Mitgliedsunternehmen stehen genau an dieser Schnittstelle. Sie schaffen nicht nur Wohnraum, sie halten auch Orte zusammen. Sie investieren, modernisieren, stabilisieren Nachbarschaften und übernehmen Verantwortung dort, wo kommunale Spielräume enger werden. Das ist eine Stärke. Aber sie ist nicht unbegrenzt. Wer Wohnungsunternehmen immer stärker als Stabilitätsanker begreift, muss ihnen auch die Kraft lassen, diese Rolle auszufüllen. Verantwortung braucht wirtschaftliche Substanz, verlässliche Rahmenbedingungen und Entscheidungen, die vor Ort tatsächlich umsetzbar sind.
Die Zahlen dieser Ausgabe machen diese Spannung sichtbar. Die Mieten bleiben im Durchschnitt weiterhin moderat. Gleichzeitig wachsen Betriebs- und Energiekosten dynamischer als die Nettokaltmiete. Die zweite Miete wird für viele Haushalte zur eigentlichen Belastungsprobe. Auch die Investitionen erzählen keine einfache Erfolgsgeschichte. Mehr als 700 Millionen Euro flossen 2025 in die Bestände, vor allem in Erhalt, Modernisierung und Anpassung. Der Neubau dagegen verliert weiter an Kraft. Das ist keine Momentaufnahme, sondern ein Warnsignal. Die Zukunft des Wohnens entscheidet sich zunehmend im Bestand.
Genau dort setzt diese Ausgabe an. Sie zeigt, warum die Energiefrage nicht länger im Heizungskeller endet, sondern im Quartier beantwortet werden muss. Sie zeigt, wie unterschiedlich die Wege in Hoyerswerda, Augustusburg, Raschau und Werdau sein können und warum es nicht die eine technische Lösung gibt, sondern tragfähige lokale Strategien. Sie zeigt auch, dass Fläche neu gedacht werden muss. Leerstand ist nicht nur ein Defekt in der Bilanz. Er kann ebenso Spielraum für neue Nutzungen, neue Lebensphasen und neue Nachbarschaften sein.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, wie wir Mangel verwalten. Die entscheidende Frage lautet, wie wir Handlungsfähigkeit unter Bedingungen organisieren, die schwieriger werden. Darauf gibt es keine einfache Antwort. Aber es gibt eine klare Haltung. Wir brauchen Kooperation statt Zuständigkeitsdebatten, Machbarkeit statt Maximalforderungen und Verlässlichkeit statt kurzfristiger Symbolpolitik. Kommunen und Wohnungsunternehmen sind aufeinander angewiesen. Wenn ein Teil schwächer wird, verliert auch der andere an Kraft.
Diese Ausgabe ist deshalb keine Krisenbeschreibung um der Krise willen. Sie ist eine Einladung, genauer hinzusehen. Auf die Menschen vor Ort, auf die Leistungsfähigkeit unserer Unternehmen und auf die Verantwortung der Politik, gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Denn bezahlbares, sicheres und gutes Wohnen entsteht nicht durch Anspruch allein. Es entsteht dort, wo Verantwortung getragen werden kann.
Themen dieser Ausgabe
- Systemfrage Wohnen: Warum die Handlungsfähigkeit sächsischer Kommunen untrennbar mit ihren Wohnungsunternehmen verbunden ist
- Energiegeladen: Wie sächsische Wohnungsunternehmen Nebenkosten im Griff behalten
- Out of the Box: Die Neucodierung der Flächenfrage im Wohn- und Lebensraum
- Statistik: Daten und Fakten zu Sachsens Wohnungswirtschaft
Diese und weitere Themen lesen Sie in unserer neuen vdw AKTEULL.
Ab August starten unsere neuen Weiterbildungen.
Mit im Programm haben wir altbekannte Themen wie Mietrecht Aktuell und Aktuelles Steuerrecht.
Aber es sind auch wieder neue Themen dabei wie
19.08.2026, 09:00 – 16:00 Uhr, Seminar
Effektive Lerntechniken und Zeitmanagement für Auszubildende
09.09.2026, 09:00 – 16:00 Uhr, Seminar
Vom Stillstand zur Bewegung – Blockaden auflösen bei sozial überforderten Mietern
16.09.2026, 09:00 – 13:00 Uhr, Seminar
Umgang mit sexueller Belästigung im Kundenkontakt
22.09.2026, 09:00 – 16:00 Uhr, Online-Seminar
Effizientere Kommunikation mit Themenplanung und KI
24.09.2026, 09:00 – 16:00 Uhr, Online-Seminar
Künstliche Intelligenz kompakt: Funktionsweise, rechtliche und ethische Aspekte, Praxisanwendungen
26.10.2026, 14:00 – 16:00 Uhr, Online-Seminar
Mietverhältnisse mit Sozialleistungsempfängern und Behörden erfolgreich meistern
27.10.2026, 09:00 – 16:00 Uhr, Seminar
Workshop “Digitaler Heizungskeller: Effizienz steigern, Kosten senken”
05.11.2026, 09:00 – 13:00 Uhr, Online-Seminar
Recruiting im KI-Zeitalter: Wie Wohnungsunternehmen in 2026 die besten Mitarbeitenden gewinnen
26.11.2026, 09:00 – 16:00 Uhr, Seminar
Training für Auszubildende: Kommunikation mit Kunden
10.12.2026, 09:00 – 16:00 Uhr, Online-Seminar
Aktuelles aus dem Arbeitsrecht
15.12.2026, 09:00 – 13:00 Uhr, Online-Seminar
Einsatz und Abrechnung von erneuerbaren Energien und Messtechnik in Gebäuden
26.01.2026, 09:00 – 13:00 Uhr, Online-Seminar
Schwierige Mietverhältnisse rechtssicher steuern – Problemmieter erkennen, Konflikte begrenzen und rechtliche Handlungsmöglichkeiten konsequent nutzen
27.01.2026, 09:00 – 16:00 Uhr, Seminar
Beihilferecht und Wohnungsbau
Alle Weiterbildungen finden Sie unter www.vdw-sachsen.de/seminare/seminarangebot/














