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Die Ansiedlung und Erweiterung der Halbleiterindustrie in der Region Dresden ist eine große Chance für den Wirtschaftsstandort Sachsen. Zugleich stellt sie Stadt, Umland, Wohnungswirtschaft und Politik vor eine zentrale Frage: Wo gibt es bereits Wohnraum, der für die benötigten Fachkräfte, ihre Familien und die bereits hier lebenden Menschen nutzbar, aktivierbar oder perspektivisch verfügbar ist? Wo und wie muss neuer entstehen?

Der erwartete Zuzug durch die Halbleiteransiedlungen wird den Wohnungsmarkt in Dresden und der Region weiter spürbar belasten. Wenn es nicht gelingt, vorhandene Wohnraumpotenziale rechtzeitig zu erkennen, zu mobilisieren und bedarfsgerecht verfügbar zu machen, wird die Wohnungssuche zunehmend zum Standortproblem – für die Unternehmen, für die Fachkräftegewinnung und für weitere mögliche Wachstumsimpulse.

Der vdw Sachsen Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e. V. und der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften VSWG laden Sie deshalb herzlich zur Informationsveranstaltung ein.

Ziel ist es, nach vorn zu schauen: Welche Wohnraumpotenziale gibt es in Dresden und im Umland bereits heute? Welche Bestände können kurz-, mittel- oder langfristig genutzt, weiterentwickelt oder besser zugänglich gemacht werden? Wo müssen neue entstehen? Welche Wohnformen werden tatsächlich benötigt? Welche Beiträge kann die sozial orientierte Wohnungswirtschaft leisten? Und welche Rahmenbedingungen müssen Politik, Verwaltung und Wirtschaft schaffen, damit vorhandene Potenziale für eine tragfähige Wohnraumversorgung wirksam werden können?

Die Veranstaltung soll einen fachlichen, lösungsorientierten Austausch zwischen Wohnungswirtschaft, Verantwortlichen in der kommunalen und Landespolitik sowie weiteren Akteuren ermöglichen. Sie soll dazu beitragen, vom meist zu späten Reagieren ins vorausschauende Handeln zu kommen – mit einem klaren Blick auf die vorhandenen Wohnraumbestände, ihre Nutzbarkeit und ihre Bedeutung für die Entwicklung der gesamten Region.

Im Mittelpunkt stehen die stadtentwicklungspolitischen Herausforderungen der Wohnraumversorgung im Kontext der Chipindustrieansiedlungen, die Wohnpotenziale in Dresden und im Umland, konkrete Konzepte der sozial orientierten Wohnungswirtschaft sowie die Anforderungen internationaler Fachkräfte und der Unternehmen an geeigneten Wohnraum.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und auf eine offene Diskussion darüber, wie die Region Dresden die wirtschaftliche Dynamik der Halbleiteransiedlung mit einer tragfähigen, sozialen und bedarfsgerechten Nutzung vorhandener und perspektivisch verfügbarer Wohnraumpotenziale verbinden kann.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

Hausmeister übernehmen in Wohnungsunternehmen eine wichtige Schnittstellenfunktion: Sie sorgen für Ordnung, Sicherheit und Funktionsfähigkeit in Gebäuden und Außenanlagen, sind häufig erste Ansprechpartner für Mieterinnen und Mieter und unterstützen die Verwaltung bei technischen, organisatorischen und servicebezogenen Aufgaben.

Die zertifizierte Weiterbildung für Hausmeister des vdw Sachsen vermittelt hierfür das notwendige Grundlagenwissen. Im Mittelpunkt stehen theoretische, technische und rechtliche Inhalte ebenso wie wohnungswirtschaftliche Kenntnisse rund um die typischen Tätigkeiten und Aufgabengebiete von Hausmeistern. Ergänzt wird die Weiterbildung durch den Themenkomplex serviceorientierte und deeskalierende Kommunikation sowie einen Praxis-Tag, der den Transfer des Erlernten in den beruflichen Alltag unterstützt.

Termine und Themen:

 

Weitere Informationen zur Zertifizierten Weiterbildung für Hausmeister finden Sie hier.

Das von der EU 2019 initiierte Programm „Neues Europäisches Bauhaus“ arbeitet an Projekten und Themen, die unsere Lebensräume nachhaltig, inklusiv und zukunftsfähig gestalten – in Städten, Regionen und Nachbarschaften.

Anlässlich des diesjärigen Festivals zum Neuen Europäischen Bauhaus laden das Zentrum für Baukultur Sachsen die ehemalige Präsidentin des Architects Council of Europe und Geschäftsführerin des Verbindungsbüros der Deutschen Architektenkammer in Brüssel ein, um mit ihr und VertreterInnen der sächsischen Wohnungswirtschaft über die Möglichkeiten und Teilhabe am Programm des Neuen Europäisches Bauhauses zu sprechen. Im Zentrum stehen dabei die Fragen: Wie kann bezahlbarer Wohnraum nachhaltig, gemeinschaftsorientiert und ästhetisch ansprechend gestaltet werden? Wie kann der NEB-Wertekompass in Bauvorhaben partizipativ umgesetzt werden? Wie können möglichst viele Kompetenzen und Wissensfelder in Planung und Gestaltung einbezogen werden? Und: welche Leuchtturmprojekte weisen bereits mögliche Wege in diese Zukunft?

IMPULSVORTRAG:

PODIUM:

 

Die Veranstaltung findet am 15.06.2026 ab 18:30 Uhr im Kulturpalast Dresden statt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Als besondere Förderung vergibt der GdW jedes Jahr jeweils drei Stipendien für die bundesweit besten Absolventen der Ausbildung zum/zur Immobilienkaufmann/-frau, die sich weiter qualifizieren möchten. Die jungen Immobilienkaufleute sollen auf diese Weise für ihre herausragende Leistung belohnt und gleichzeitig für eine Karriere in unserer Branche motiviert werden.

Die Stipendien stehen für einen berufsbegleitenden Bachelorstudiengang an einer von den wohnungswirtschaftlichen Verbänden eingerichteten Hochschule zur Verfügung.

Auf die GdW-Stipendien für das kommende Wintersemester können sich Immobilienkaufleute bewerben, die ihre Ausbildung bei einem Mitgliedsunternehmen einer unserer Regionalverbände abgeschlossen haben und die auch nach der Ausbildung bei einem Mitgliedsunternehmen tätig sind. Bewerbungsfrist ist der 31. August 2026.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Das vdw-Frühstück verbindet fachlichen Input mit praktischem Austausch.

Beim ersten vdw-Frühstück am 12. Juni 2026 steht die Sozial- und Quartiersarbeit im Mittelpunkt.

Sozialarbeiter in der Wohnungswirtschaft unterstützen einzelne Mieter und Hausgemeinschaften, wenn diese Schwierigkeiten beim Wohnen haben. Sie greifen ein, wenn Mieter mit ihrer Wohnung nicht mehr zurechtkommen, vermitteln bei Streit unter Nachbarn und unterstützen Mieter in allen wohnungstypischen, sozialen oder persönlichen Belangen. Dabei haben sie nicht nur den einzelnen Mieter, sondern auch das gesamte Wohnquartier im Blick.

Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist die Erfahrung sowie der Austausch mit anderen Sozialarbeitern. Diesen Austausch möchten wir mit unserem vdw-Frühstück fördern.

Beginnen werden wir mit dem Impulsvortrag zum Thema „Quartiersarbeit in der Praxis – Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen durch Beratung, Netzwerkarbeit und gemeinschaftsfördernde Angebote als Teil moderner Wohnungs- und Sozialarbeit“.

Nach dem Impulsvortrag bleibt genügend Zeit, um Kontakte zu knüpfen und zu diskutieren. In entspannter Atmosphäre steht der Austausch über die individuellen Herausforderungen aus dem täglichen Berufsalltag im Vordergrund. Das Frühstück bietet die Möglichkeit, mit anderen Fachkollegen ins Gespräch zu kommen und über Probleme, aber auch Lösungen zu diskutieren.

 

Weitere Informationen zum vdw-Frühstück finden Sie hier.

Das Bauen mit vorgefertigten Tafeln – heute allgemein Plattenbau genannt – hat nicht nur die DDR stark geprägt. Auch in Westdeutschland gab und gibt es zahlreiche Bauten. Unzählige Wohnungen entstanden vor allem in den 1960er bis 1980er Jahren in dieser Bauweise.

Doch warum baute man so? Was waren die Vorteile, was die Nachteile? Was machte das Wohnen in der Platte aus? Heute brauchen wir wieder dringend viele neue Wohnungen. Es wird auf modulares, serielles Bauen gesetzt. Hat die Platte also eine Zukunft?

Die Ausstellung stellt die unterschiedlichen Etappen des Platten-Wohnungsbaus auf vielfältige Weise vor: Von zeitgenössischen Modellen, Fotos, Entwürfen und eine künstlerische Rauminstallation über spielerische Zugänge und Interviews bis zum digitalen Tetris-Plattenbau-Spiel reicht die Bandbreite der Exponate. Vorgestellt werden die verschiedenen Phasen von 1945 bis heute – und wir wagen einen Blick in die Zukunft.

Die Sonderausstellung wird von Februar bis Ende November 2026 angeboten. Der vdw Sachsen ist Unterstützer dieser Ausstellung.

Beitrag ARD-Mediathek

 

Veranstaltungshinweis

Das Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V., bei dem der vdw Sachsen Mitglied ist, lädt am 22. Mai 2026 zur Besichtigung der Ausstellung mit anschließender Gesprächsrunde ein. Auch Verbandsdirektor Alexander Müller wird an der Gesprächsrunde als Redner teilnehmen.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung des Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V. und zur Anmeldung finden Sie hier.

 

 

 

Bei der Landesregionalkonferenz „Gutes Wohnen für Alleinerziehende“ am 28. Mai 2026 in Dresden werden die Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt, aber vor allem auch konkrete Lösungsansätze im Mittelpunkt stehen.

Diskutiert werden unter anderem:

Besonders spannend wird der gemeinsame Austausch zwischen Politik, Sozialverbänden und Wohnungswirtschaft. In der Podiumsdiskussion wird auch unser Verbandsdirektor Alexander Müller die Perspektive der Wohnungswirtschaft einbringen und gemeinsam mit weiteren Teilnehmern über konkrete Herausforderungen und notwendige Lösungsansätze für mehr bezahlbaren und passenden Wohnraum diskutieren.

Alleinerziehende leisten täglich enorm viel – gleichzeitig stoßen sie auf dem Wohnungsmarkt häufig auf strukturelle Hürden. Umso wichtiger sind Austausch, politische Aufmerksamkeit und konkrete Maßnahmen.

Verbandsdirektor Alexander Müller wird bei der Podiumsdiskussion die Perspektive der Wohnungswirtschaft vertreten.

Wir freuen uns auf eine spannende Veranstaltung, wichtige Impulse und einen konstruktiven Dialog.

 

Programmflyer

Zur Anmeldung

Mit fast 200 Teilnehmern stieß der gemeinsame Thementag „KI ist jetzt – Chefsache und Alltag in der Wohnungswirtschaft“ des vdw Sachsen und VSWG am 19. Mai 2026 im Flughafen Dresden auf großes Interesse. Die hohe Resonanz machte deutlich, dass Künstliche Intelligenz längst kein Zukunftsthema mehr ist, sondern beschäftigt die Wohnungswirtschaft ganz konkret im täglichen Geschäft und auf strategischer Ebene.

Bereits in ihrer Begrüßung betonte VSWG-Vorstand Mirjam Philipp, dass KI heute gleichermaßen Vorstandsaufgabe und Bestandteil des Arbeitsalltags geworden sei. Unternehmen stünden unter wachsendem Druck durch ansteigende regulatorische Anforderungen, Fachkräftemangel und zunehmende Komplexität der Prozesse. KI könne dabei helfen, Mitarbeiter zu entlasten, Abläufe effizienter zu gestalten und Informationen schneller verfügbar zu machen. Dies soll aber immer als Unterstützung des Menschen und nicht als dessen Ersatz gesehen werden.

Zugleich machte Mirjam Philipp deutlich, dass technologische Veränderungen immer auch Veränderungen in Unternehmenskultur, Zusammenarbeit und Führung bedeuten. Genau diese Verbindung aus strategischer Einordnung und konkreten Praxisbeispielen zog sich durch das gesamte Programm des Thementages.

Im Auftaktvortrag zeigte Arne Rajchowski vom DigiWoh Kompetenzzentrum Digitalisierung Wohnungswirtschaft e. V., welche strukturellen Veränderungen generative KI für die Branche mit sich bringt und welche Einsatzmöglichkeiten bereits heute entlang wohnungswirtschaftlicher Kernprozesse bestehen. Dabei wurde deutlich, dass KI weit über klassische Prozessoptimierung hinausgeht und künftig erhebliche Auswirkungen auf Geschäftsmodelle und Arbeitsweisen haben wird.

Sandra Balicki von der VISARIO Connect GmbH lenkte den Blick auf die organisatorischen Auswirkungen von KI-Einführungen. Ihre zentrale Botschaft: Wer KI einführt, verändert zwangsläufig Prozesse, Rollen, Zusammenarbeit und Entscheidungswege im Unternehmen. Nicht die Technologie selbst sei die größte Herausforderung, sondern die unkontrollierte Nutzung sowie fehlende strategische Steuerung. Erfolgreiche KI-Einführung brauche daher ein stabiles Zusammenspiel aus Organisation, Technologie und Menschen.

Der ursprünglich vorgesehene Vortrag von Tamás Gauder von der VISARIO Connect GmbH musste krankheitsbedingt kurzfristig entfallen.

Einen besonderen Blick auf die sozialen Potenziale von Künstlicher Intelligenz richtete Christian Atz von der Bona Mondo UG mit seinem Vortrag „KIKO – Mehr als ein Chatbot. Eine Begleiterin“. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie KI-gestützte Gespräche alleinlebende ältere Menschen im Alltag unterstützen können. Christian Atz machte deutlich, dass für viele ältere Menschen nicht fehlende Technologie das eigentliche Problem sei, sondern fehlende Gespräche und zunehmende soziale Isolation. KIKO wurde deshalb bewusst nicht als technisches Produkt, sondern als digitale Begleiterin entwickelt, die Gespräche ermöglicht, Orientierung bietet und soziale Teilhabe unterstützen kann. Der Vortrag zeigte, wie KIKO im Alltag niedrigschwellig eingesetzt

werden kann. Gleichzeitig wurde betont, dass KI menschliche Nähe und Fürsorge nicht ersetzen kann, sondern soziale und quartiersbezogene Unterstützungsangebote nur sinnvoll ergänzt. Gerade für die Wohnungswirtschaft eröffnen sich dadurch neue Ansätze, um ältere Menschen länger selbstständig in ihrer Wohnung zu unterstützen und soziale Angebote im Quartier zu stärken.

Ein zentrales Thema des Tages war die Verbindung von Digitalisierung, Energieeffizienz und regulatorischen Anforderungen. Heiko Sander von WSL Wohnen & Service Leipzig GmbH präsentierte konkrete Praxisansätze für ein datenbasiertes Energiemanagement. Im Mittelpunkt standen digitale Verbrauchserfassung, Heizungsmonitoring und KI-gestützte Optimierungen zur Senkung von Energieverbräuchen und CO₂-Emissionen. Die vorgestellten Pilotprojekte zeigten, dass sich durch intelligentes Energiemanagement nicht nur ökologische Ziele erreichen lassen, sondern auch finanzielle Entlastungen für die Mieter möglich sind.

Felix Valentin von der Enerithm Technology GmbH stellte dar, wie sich der klassische Energieausweis künftig zum digitalen Gebäudepass entwickeln wird. Hintergrund sind neue europäische Vorgaben wie die EPBD, die ab Mitte 2026 eine digitale und maschinenlesbare Erfassung von Gebäudedaten verlangen. KI könne hierbei insbesondere bei der Datenextraktion, der Datenanreicherung und der Auswahl geeigneter Sanierungsvarianten unterstützen. Gleichzeitig wurde betont, dass KI weder Fachwissen noch normative Berechnungen ersetzt, sondern als intelligentes Werkzeug dient.

Besonders praxisnah wurde es bei den Erfahrungsberichten aus der Mieterkommunikation. Mia Casadevall von der Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eG und Natascha Zorn von der Telesense Kommunikation GmbH stellten mit „WAI“ einen E-Mail-Schreibbot für die Wohnungswirtschaft vor. Die Lösung unterstützt unter anderem bei der automatisierten Bearbeitung und Zuordnung von E-Mails und der Integration in ERP-Systeme unter der Berücksichtigung der DSGVO-konformen Verarbeitung. Ziel ist es, die Mitarbeiter von repetitiven Aufgaben zu entlasten und mehr Zeit für den direkten Mieterservice zu schaffen.

Johannes Lortz von der LebensRäume Hoyerswerda eG stellte gemeinsam mit Karl Giebe von der MANAGBL AI GmbH ihre Erfahrungen mit der KI-Telefonassistentin „Dana“ vor. Ausgangspunkt war ein hohes Telefonaufkommen bei einer gleichzeitig älter werdenden Mitgliederschaft und wachsendem Servicebedarf. Die Referenten machten deutlich, dass KI nicht den persönlichen Kontakt ersetzt, sondern Mitarbeiter entlastet und standardisierte Erstkontakte strukturiert aufnimmt. Entscheidend für die Akzeptanz seien dabei Transparenz, einfache Sprache und verlässliche Prozesse.

Einen ähnlichen Ansatz präsentierte Mark Hülpüsch von der Wohnungsgenossenschaft Aufbau Dresden eG mit ihrer Genossenschafts-KI „WolfGAng“. Der Fokus lag hier auf der vollständigen Integration KI-gestützter Kommunikation in bestehende ERP- und CRM-Prozesse. Ziel ist es, Kommunikationskanäle wie Chat, Voice und Mail zentral zusammenzuführen und Prozesse ohne Medienbrüche zu organisieren. Besonders hervorgehoben wurde dabei die intensive Trainings- und Anpassungsarbeit, die notwendig ist, um KI-Systeme branchenspezifisch und praxisgerecht einzusetzen.

Einen weiteren sehr praxisnahen Einblick in aktuelle KI-Anwendungen gab Jonas Turtschan von der Very & Media GmbH mit seinem Vortrag zum digitalen Homestaging. Anhand des KI-Bildbearbeitungstools Nano Banana pro von Google und anschaulicher Vorher-Nachher-Beispiele zeigte er, wie Künstliche Intelligenz bei der digitalen Aufbereitung und Visualisierung von Wohnräumen eingesetzt werden kann. Dabei wurde deutlich, dass sich leerstehende oder sanierungsbedürftige Wohnungen mithilfe KI-gestützter Tools innerhalb kurzer Zeit realitätsnah möblieren, modernisieren und unterschiedlich gestalten lassen. Der Vortrag machte anschaulich, welche Potenziale digitales Homestaging insbesondere für Vermarktung, Vermietung und Zielgruppenansprache bietet. Durch KI-basierte Visualisierungen können Interessenten bereits frühzeitig ein konkretes Raumgefühl entwickeln und verschiedene Einrichtungs- oder Modernisierungsvarianten vergleichen. Gleichzeitig zeigte Jonas Turtschan auch die Grenzen der Technologie auf und betonte, dass die Qualität der Ergebnisse weiterhin maßgeblich von der fachlichen Steuerung und der kreativen Bewertung durch den Menschen abhängt.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf KI-gestützter Protokollierung. Richard Fankhänel von der SpeechMind GmbH zeigte, wie Besprechungen, Gremiensitzungen und Projektmeetings automatisiert transkribiert und protokolliert werden können. Die vorgestellten Lösungen versprechen deutliche Zeitersparnisse bei der Protokollerstellung und Wissenssuche sowie eine lückenlose Dokumentation von Entscheidungen. Gleichzeitig standen Datenschutz, DSGVO-Konformität und transparente Nutzungskonzepte im Mittelpunkt der Diskussion.

Abgerundet wurde der Thementag durch Einblicke in den Einsatz von KI im Planungs- und Architekturbereich. Dr. Ing. Sebastian Horn von der S&P Gruppe zeigte anhand konkreter Beispiele, wie KI bereits heute bei städtebaulichen Studien, Visualisierungen, Variantenentwicklungen und der Generierung von Konzepten eingesetzt wird. Gleichzeitig wurde deutlich gemacht, dass Fachwissen und menschliche Bewertung unverzichtbar bleiben. KI könne Prozesse beschleunigen und Variantenvielfalt erhöhen. Die Verantwortung für Qualität und Plausibilität liege jedoch weiterhin beim Menschen.

Der Thementag zeigte eindrucksvoll, wie breit die Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz inzwischen in der Wohnungswirtschaft geworden sind – von Energieeffizienz und Gebäudedaten über Mieterkommunikation und Wissensmanagement bis hin zu Planung, Organisation und strategischer Unternehmensentwicklung. Gleichzeitig wurde deutlich: Der erfolgreiche Einsatz von KI erfordert nicht nur technische Lösungen, sondern ebenso klare Strategien, passende Prozesse sowie die aktive Einbindung der Mitarbeitenden.

Der große Zuspruch und die intensive Diskussion während der Veranstaltung machten deutlich, dass die Wohnungswirtschaft die Chancen der Künstlichen Intelligenz aktiv gestalten will – praxisnah, verantwortungsvoll und mit klarem Fokus auf den Nutzen für Wohnungsunternehmen, Mitarbeiter sowie Mitglieder und Mieter.

Zum Abschluss griff Verbandsdirektor Alexander Müller vom vdw Sachsen diese zentrale Botschaft noch einmal sehr anschaulich auf. Für seine Schlussworte nutzte er eine KI-gestützte Brille mit integriertem intelligenten Teleprompter. Seine Rede ließ er zuvor mithilfe der KI erstellen und konnte sie dadurch frei und ohne Manuskript vortragen. Dieses Beispiel verdeutlichte auf greifbare Weise, worum es beim Einsatz

von KI geht: nicht um den Ersatz menschlicher Verantwortung oder persönlicher Kommunikation, sondern um Unterstützung, Strukturierung und Entlastung im Arbeitsalltag. KI könne vorbereiten, Wissen organisieren und neue Formen des Arbeitens ermöglichen, die persönliche Haltung, Verantwortung und den direkten Austausch jedoch nicht ersetzen.

Alexander Müller betonte zugleich, dass KI kein Selbstzweck sei. Entscheidend bleibe, technologische Entwicklungen aktiv, verantwortungsvoll und mit Augenmaß zu gestalten, damit sie den Menschen und den Unternehmen gleichermaßen dienen. Die Wohnungswirtschaft stehe dabei vor der Aufgabe, die Chancen der Technologie sinnvoll zu nutzen und gleichzeitig Verlässlichkeit, Transparenz und Menschlichkeit zu bewahren.

Der VSWG und der vdw Sachsen danken den insgesamt 18 Ausstellern sowie vier Sponsoren herzlich für ihre Unterstützung und die Mitgestaltung des Thementages. Ein besonderer Dank gilt zudem allen Referenten sowie den zahlreichen Teilnehmern für den intensiven fachlichen Austausch und die große Resonanz auf die Veranstaltung.

Quelle: VSWG Veranstaltungsbericht

Der Verband ist in Bewegung – und Bewegung tut gut.

Heute haben wir auf unserer neuen Veranstaltung „Partner im Dialog – Orientierung für neue Geschäftsführer und Führungskräfte“ zahlreiche engagierte Geschäftsführer und leitende Angestellte bei uns in der Geschäftsstelle begrüßt, die seit Kurzem in unseren Mitgliedsunternehmen in verantwortlichen Positionen sind. Im Mittelpunkt standen Austausch, Orientierung und die gemeinsame Frage, wie wir die Zukunft unserer Branche verantwortungsvoll gestalten, zusammen mit uns als Verband.

Und der Tag hat bewiesen, dass unsere neuen Führungskräfte ein großer Gewinn ist. Sie bringen frische Perspektiven, Verantwortungsbewusstsein und den klaren Willen mit, gutes Wohnen für Menschen weiter aktiv mitzugestalten. Für uns als vdw Sachsen ist es ein starkes Signal, diese Entwicklung begleiten und mitgestalten zu dürfen. Schön, dass wir als Verband daran partizipieren können – und umgekehrt.

Vielen Dank an alle Teilnehmenden für die offenen Gespräche, die wertvollen Impulse und den konstruktiven Austausch.

Die efa:ON ist die Fachmesse für Elektro-, Gebäude- und Lichttechnik und bildet gemeinsam mit der netze:ON einen starken Messeverbund rund um Energie, Infrastruktur und Digitalisierung. Genau diese Schnittstellen sind für unsere Branche entscheidend, etwa bei der Transformation von Beständen, beim Ausbau erneuerbarer Energien oder bei intelligenten Quartierslösungen.

Am 29. April fand eine Sitzung des Beirats der efa:ON in Leipzig statt. Es war ein intensiver und sehr konstruktiver Austausch zur Weiterentwicklung des Messeverbunds für die Energie- und Digitalwende. Als Mitglied des Beirats bringt sich der Verband aktiv mit ein. Für uns als sozial orientierte Wohnungswirtschaft adressiert die efa:ON zentrale Zukunftsthemen – von Energieeffizienz über Gebäudetechnik bis hin zur Digitalisierung. Entsprechend groß ist das Potenzial, das wir in dieser Plattform sehen.

Im Mittelpunkt der Sitzung standen der Rückblick auf die efa:ON und netze:ON 2025 sowie die strategischen Leitplanken für die kommende Messe im nächsten Jahr. Es wurde besonders deutlich, dass die Messe weiter an Relevanz gewinnt, gerade auch für die Wohnungswirtschaft.

Schon jetzt vormerken:
Die nächste efa:ON findet vom
-> 21. bis 23. September 2027 <-
wieder in Leipzig statt!

Fotos: Christina Siebenhüner

Nicht mehr benötigte Gewerbeimmobilien, leerstehende Büroflächen oder andere bisher nicht zu Wohnzwecken genutzte Gebäude können künftig stärker in den Fokus der Wohnraumschaffung rücken. Mit der neuen Bundesförderung „Gewerbe zu Wohnen“ unterstützt das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen den Umbau von beheizten Nichtwohngebäuden zu Wohnraum.

Für Wohnungsunternehmen kann das Programm insbesondere dort interessant sein, wo Bestandsgebäude erhalten, Leerstände aktiviert und zugleich neue Wohnungen geschaffen werden sollen. Ziel der Förderung ist es, vorhandene Gebäudesubstanz weiterzunutzen, zusätzliche Flächenversiegelung zu vermeiden und Wohnraum klimaschonend im Bestand zu schaffen.

Gefördert wird der Umbau von beheizten Nichtwohngebäuden oder beheizten Gebäudeteilen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht zu Wohnzwecken genutzt werden. Durch das Vorhaben muss mindestens eine neue Wohneinheit entstehen. Nicht erfasst sind Maßnahmen, bei denen bestehende Wohngebäude oder bereits zu Wohnzwecken genutzte Flächen lediglich erweitert werden. Die neu geschaffenen Wohneinheiten müssen unter den Anwendungsbereich des geltenden Gebäudeenergiegesetzes fallen.

Die Förderung erfolgt als Zuschuss. Bezuschusst werden bis zu 30 Prozent der förderfähigen Ausgaben, höchstens jedoch auf Grundlage von 100.000 Euro förderfähigen Ausgaben je neu entstehender Wohneinheit. Damit kann der Zuschuss rechnerisch bis zu 30.000 Euro pro neu geschaffener Wohneinheit betragen. Für Unternehmen sind zudem die Vorgaben der De-minimis-Verordnung zu beachten; der Gesamtbetrag der einem einzigen Unternehmen gewährten De-minimis-Beihilfen darf innerhalb von drei Jahren 300.000 Euro nicht überschreiten.

Förderfähig sind insbesondere vorhabenbezogene Ausgaben für den Umbau zu Wohnraum, begleitende Fachplanung und Baubegleitung sowie Ausgaben, die mit der Umwidmung zusammenhängen. Dazu können auch Maßnahmen zur Umgestaltung von Außenflächen einschließlich der Entsiegelung von Flächen gehören. Die energetische Sanierung selbst ist nicht Gegenstand dieser Förderung; sie kann insbesondere über die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude (BEG WG) beantragt werden.

Eine wesentliche Fördervoraussetzung ist, dass das Gebäude nach Abschluss des Vorhabens grundsätzlich mindestens das energetische Niveau Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien erreicht. Für Baudenkmale und sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz gilt das Niveau EH Denkmal EE. Unter bestimmten Voraussetzungen sind Ausnahmen von der Erneuerbare-Energien-Klasse möglich, etwa wenn bereits ein entsprechender 65-Prozent-EE-Wärmeerzeuger, ein Gebäudenetzanschluss mit 65-Prozent-EE-Anteil oder ein Wärmenetzanschluss vorhanden ist oder in den letzten fünf Jahren vor Antragstellung eine neue Heizung in Betrieb genommen wurde.

Wichtig für die Praxis: Das geförderte Objekt muss nach Abschluss des Vorhabens für mindestens zehn Jahre zu Wohnzwecken genutzt werden. Zudem muss der Antrag vor Vorhabenbeginn direkt bei der KfW gestellt werden. Ein Beginn vor Zusage der KfW ist nicht zulässig. Als Vorhabenbeginn gilt grundsätzlich der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Liefer- oder Leistungsvertrags. Planungs- und Beratungsleistungen dürfen hingegen bereits vor Antragstellung erbracht werden, soweit sie nicht selbst Gegenstand der Förderung sind.

Von besonderer Bedeutung für die Finanzierung ist die Auszahlungsmodalität. Der Zuschuss wird erst nach Abschluss des Vorhabens ausgezahlt. Voraussetzung sind der Nachweis der Mittelverwendung, der Verwendungsnachweis einschließlich der erforderlichen Unterlagen sowie der positive Abschluss der Prüfung durch die KfW. Der Verwendungsnachweis umfasst einen Sachbericht, einen zahlenmäßigen Nachweis und den Nachweis des erreichten energetischen Niveaus. Dieser Nachweis ist grundsätzlich durch einen Energieeffizienz-Experten zu erstellen und spätestens 54 Monate nach Zusage vorzulegen.

Für Wohnungsunternehmen bedeutet dies: Die Förderung verbessert zwar die Wirtschaftlichkeit entsprechender Umbauvorhaben, sie ersetzt jedoch keine Bauzwischenfinanzierung. Die förderfähigen Ausgaben müssen zunächst liquiditätsseitig abgedeckt beziehungsweise vorfinanziert werden. Dieser Punkt sollte frühzeitig in die Projekt- und Finanzierungsplanung einbezogen werden.

Die Richtlinie tritt am 1. Juli 2026 in Kraft und endet mit Ablauf des 31. Dezember 2026. Einen gesonderten konkreten Antragsstart nennt die Richtlinie nicht. Maßgeblich werden daher die Programmfreischaltung sowie die weiteren Merkblätter und Verfahrenshinweise der KfW sein. Förderanträge sind jedenfalls vor Vorhabenbeginn direkt bei der KfW zu stellen.

Für Wohnungsunternehmen lohnt sich eine frühzeitige Prüfung geeigneter Objekte. Gerade in integrierten Lagen können leerstehende Nichtwohngebäude eine Chance bieten, Wohnraum ressourcenschonend zu schaffen und zugleich bestehende Quartiere weiterzuentwickeln. Entscheidend wird sein, die Fördervoraussetzungen, die energetischen Anforderungen, die Kombinationsmöglichkeiten mit der BEG sowie den erforderlichen Liquiditätsbedarf rechtzeitig in die Projektplanung einzubeziehen.

Vor Ort tragen politische Entscheidungsträger und kommunale Unternehmen maßgeblich Verantwortung für die Leistungskraft und Zukunftsfähigkeit der Daseinsvorsorge für Bürgerinnen und Bürger. Kommunale Unternehmen erfüllen herausgehobene Aufgaben: Sie schaffen neuen und verwalten Wohnraum, sie erzeugen und verteilen Energie und Wärme oder kümmern sich um Trinkwasser, Abwasser und Abfälle. Sie bilden mit ihren Infrastrukturen und Dienstleistungen das Fundament für den Wirtschaftsstandort Deutschland, sie sind Garant für die Lebensqualität in der Kommune und dienen dem Gemeinwohl.

Der vdw Sachsen, Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft e. V., und der Verband kommunaler Unternehmen e. V., Landesgruppe Sachsen, laden Sie herzlich ein, beim dritten „Tag der kommunalen Unternehmen“ gemeinsam mit Vertretern der Kommunalwirtschaft, der sächsischen Kommunal- und Landespolitik über den Wert und die Bedeutung der öffentlichen Daseinsvorsorge sowie deren Zukunftssicherung in Sachsen zu diskutieren.

Weitere Informationen finden Sie hier.