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Vollstreckungsrecht SPEZIAL – Europäisches Kontopfändungsverfahren & Co

Vollstreckungsrecht SPEZIAL

Zeitraum: 27.11.17 09:00 bis 16:00 Uhr

Ort: Dresden Geschäftsstelle des vdw Sachsen

 

Focus

  1. Europäisches Kontopfändungsverfahren
  2. Reform des Insolvenzanfechtungsrechts: seit 05. April 2017 in Kraft getreten
  3. Besondere Vollstreckungsmaßnahmen und aktuelle Tipps zum Vollstreckungsrecht

Inhalte

Das Seminar „Vollstreckungsrecht Spezial“ informiert Sie über erneute wichtige aktuelle gesetzliche Veränderungen. Gerade die Reform zum Insolvenzanfechtungsrecht ist von großer Bedeutung, da Sie Ihre Forderungen insolvenzfester gestalten können. Ebenso gibt es jetzt erweiterte Möglichkeiten für die Vollstreckung innerhalb der EU. Weiterhin werden besondere Vollstreckungsmaßnahmen dargestellt, die zwar nicht jeden Tag zur Anwendung kommen, auf der anderen Seite im Einzelfall berücksichtigt werden sollten.

Das Europäische Kontopfändungsverfahren

Seit 18. Januar 2017 ist diese Verordnung in Kraft getreten und macht eine vorläufige Kontopfändung innerhalb der EU nicht nur bei titulierten Forderungen, sondern auch bei untitulierten Forderungen möglich. Weiterhin besteht die interessante Möglichkeit, innerhalb der EU-Länder Bankverbindungen ermitteln zu lassen und somit die Kontopfändung durchführen zu können. Vorteilhaft ist ebenfalls, dass die vorläufige Kontopfändung bei titulierten Forderungen länger greift, als die uns bekannte Monatsfrist nach nationalem Recht. Zur Vereinfachung für die Beantragung, wurde ein amtliches Formular eingeführt. Welche Möglichkeiten, Risiken und Kosten in diesem Verfahren entstehen können, werden wir Ihnen in unserem Seminar beim vdw Sachsen vermitteln.

Reform des Insolvenzanfechtungsrechts

Diese Veränderungen haben bei richtiger Vorgehensweise erhebliche Vorteile für die Gläubiger, da der Maßstab der „drohenden Zahlungsunfähigkeit“ wegfällt und ebenso die Gewährung von Zahlungserleichterungen (z. B. Raten, Stundung) nicht mehr zur Vermutung einer Kenntnis der Zahlungsunfähigkeit führt. Auch Zahlungen im Rahmen der Zwangsvollstreckung werden in Teilbereichen insolvenzfester sein. Auch wird die Anfechtungsfrist des § 133 InsO auf vier Jahre gekürzt. Dennoch müssen die Gläubiger Besonderheiten zur eigenen Absicherung berücksichtigen und den Umgang mit den Schuldnern, insbesondere bei Ratenzahlungen, neu organisieren.

Besondere Vollstreckungsmaßnahmen

Hier werden besondere Vollstreckungsmaßnahmen dargestellt, die zwar im Regelfall seltener vorkommen, aber dennoch bei Kenntnis genutzt werden sollten. Dazu gehört z. B. die Pfändung des Taschengeldanspruches oder auch das Eigengeld von Strafgefangenen. Wie hier die Anträge mit einer entsprechenden Berechnung gestellt werden müssen, werden wir Ihnen unter Einbeziehung des amtlichen Formulars darstellen. Ebenso von Bedeutung ist der Inhalt einer abgeschlossenen Ratenzahlungsvereinbarung. Hier können Vorkehrungen getroffen werden, die die eigene Forderung absichern (z. B. verlängerte Verjährungsfristen), aber auch Möglichkeiten schaffen, um weitere Informationen über den Schuldner zu erhalten.

Agenda

  • Der Ablauf des Europäischen Kontopfändungsverfahren
  • Wie ist die Vorgehensweise bei titulierten und untitulierten Forderungen?
  • Welche Fristen müssen unbedingt beachtet werden?
  • Die Kosten und das amtliche Formular
  • Neue Zinsberechnung bei der Anfechtung
  • Die Bedeutung des Wegfalls der drohenden Zahlungsunfähigkeit
  • Mehr Sicherheit bei Zahlungen im Rahmen der Zwangsvollstreckung
  • Wie wird ein Taschengeldanspruch berechnet und wie erfolgt die Pfändung?
  • Gelder von Strafgefangenen richtig pfänden
  • Welcher Inhalt einer Ratenzahlungsvereinbarung sichert die Forderung und hilft zur weiteren Informationsbeschaffung über den Schuldner?

Zielgruppe

Führungskräfte und Mitarbeiter/innen aus dem Bereich der Rechtsabteilung und Debitorenmanagement; Geschäftsführer/innen

 

  • Preis Mitglieder: 249,00 €
  • Preis Nichtmitglieder: 374,00 €

Dozent/in

Frank Däumichen, Geschäftsführer der GMF GmbH

Frank Däumichen ist geschäftsführender Gesellschafter der GMF Gesellschaft für innovatives Forderungsmanagement mbH und Leiter der GMF Akademie für Forderungsmanagement. Als qualifizierte Person ist er für die GMF im Rechtdienstleistungsregister beim Amtsgericht Stuttgart eingetragen. Aufgrund seiner 10-jährigen Justizangehörigkeit, darunter auch die Tätigkeit als Gerichtsvollzieher in Berlin, wurde die qualifizierte Zwangsvollstreckung eines…




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