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E-Invoicing und Verfahrensdokumentation

E-Invoicing und Verfahrensdokumentation

Zeitraum:

23.01.19 09:00 bis 16:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Am Brauhaus 8 01099 Dresden

Inhalte

Durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 wurden die steuerrechtlichen Voraussetzungen geschaffen, den Vorsteuerabzug aus digital übermittelten Rechnungen zuzulassen.

Damit wurde das Thema E-Invoicing (= digitale(-r) Rechnungserstellung, -übermittlung und –verarbeitungsprozess) für die Unternehmen interessant. Die Optimierung des Prozesses von der Bestellung, Leistungsannahme, Rechnungsprüfung bis zur Bezahlung und Buchung sollten im Vordergrund stehen, das sog. „Prozessorientierte Rechnungswesen“. Dabei sind jedoch rechtliche und steuerliche Aspekte zu berücksichtigen. Ebenso werden auch Rechnungen in beleghafter Form durch ein Scannen in den Prozess eingebunden.

Die Finanzverwaltung verlangt ein internes und später nachvollziehbares Kontrollverfahren (sog. Verfahrensdokumentation, BMF-Schreiben vom 02.07.2012 und vom 23.05.2016). Dabei müssen die Echtheit der Herkunft und die Unversehrtheit der Rechnung sichergestellt sein. Das BMF-Schreiben vom 14.11.2014 zu den GoBD hat die rechtlichen und datenschutzrechtlichen Anforderungen ergänzt und verschärft.

Die Verfahrensdokumentation dient nicht nur der Geschäftsleitung, sondern allen Personen, die in einem Pflichtenkreis tätig sind u. a. der persönlichen Enthaftung (Exkulpation). Bereits die Fahrlässigkeit genügt für den Vorwurf der Steuerhinterziehung und/oder der zivilrechtlichen Inanspruchnahme. In diesen Fällen verweigert eine Versicherung (D&O-Versicherung) die Leistung.

Die Bundesregierung hat mit der E-Rechnungsverordnung vom 06.09.2017 die Weichen zur elektronischen Rechnungsstellung gegenüber öffentlichen Auftraggebern gestellt.

Eine Verpflichtung zur Erstellung und Übertragung elektronischer Rechnungen für die leistenden Unternehmer besteht ab dem 27.11.2020. Jedoch sollten bei geplanten oder derzeitigen Unternehmensentscheidungen beim E-Invoicing die neuen Formate und Übertragungswege mit Weitsicht im Vorfeld berücksichtigt werden, damit am Ende ein effizientes prozessorientiertes Rechnungswesen entsteht.

  1. Rechtliche Grundlagen zur Digitalisierung – GoBD
    • Erfassung und Dokumentation der Geschäftsvorfälle
    • Revisionssicheres Verfahren und Verfahrensdokumentation
    • Enthaftung durch eine Verfahrensdokumentation – IKS
    • Umgang mit elektronischen Rechnungen
    • Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff
  2. Digital übermittelte Rechnungen
    • Mögliche Übermittlungswege (Signatur- und EDI-Verfahren, E-Mail-Anhang, Download, ZUGFeRD-Verfahren und X-Rechnung
    • Aufbewahrungspflichten
    • Anforderungen an die Archivierung
  3. Scannen
    • Informatives vs. ersetzendes Scannen
    • Prozessablauf und Dokumentation des Prozesses
    • Einbindung in den Workflow
    • Vernichtung oder Aufbewahrung der Originaldokumente/-belege
  4. Aufbewahrungspflichten
    • Rechtliche Rahmenbedingungen
    • IT-Anforderungen (IDW RS FAIT 3 und GoBS)
    • Beginn und Ende der Aufbewahrungsfrist
    • Möglichkeiten der Archivierung

Zielgruppe

Geschäftsführer/in, Leiter/in und Mitarbeiter/in Rechnungswesen, Controlling und Finanzen, IT sowie interessierte Mitarbeiter/innen der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft

 

Anfahrt

 

  • Preis Mitglieder: 239,00 €
  • Preis Nichtmitglieder: 359,00 €

Dozent/in

Dipl.-Kaufmann Dirk J. Lamprecht




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